Juventus verpasst die nächste Sensation knapp

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Fussball Die Champions-League-Viertelfinals hätten die langweiligsten der Geschichte werden können, jetzt sind sie die wohl verrücktesten. Juventus Turin schaffte 24 Stunden nach der AS Roma um ein Haar eine zweite Sensation. Nach 92 Minuten führte Juventus Turin bei Real Madrid 3:0. Die Hypothek aus dem Hinspiel war wettgemacht. Aber nach ebendiesen 92 Minuten schien der englische Schiedsrichter Michael Oliver etwas ­dagegen zu haben, dass an zwei Abenden nacheinander Vertreter des Calcio die Spanier aus der ­Königsklasse befördern könnten.

Oliver ahndete eine ungestüme Intervention mit einem Foulpenalty – den Cristiano Ronaldo zum 1:3 verwertete. Die umstrittene Situation hatte auch einen unverdient unrühmlichen Abschied von Gianluigi Buffon aus dem internationalen Fussball zur Folge. Der Goalie reklamierte beim Schiedsrichter, sodass er die rote Karte gezeigt bekam.

Lichtsteiners präzise Flanke

Italiens Serienmeister Juventus Turin war bei Halbzeit auf einem guten Weg in Richtung Sensation. Nach zwei Kopfballtoren von Mario Mandzukic stand es 2:0. Gerade als Real die Sache in der zweiten Halbzeit besser in den Griff zu bekommen schien, trafen die Gäste ein weiteres Mal. Reals Goalie Keilor Navas liess eine Flanke von der Brust abprallen. Blaise Matuidi schaltete sich dazwischen und stocherte den Ball zum 3:0 ins Tor.

Stephan Lichtsteiner bewies, dass er auch mit 34 Jahren für Juventus wertvoll sein kann. Er ersetzte ab der 17. Minute den verletzt ausgeschiedenen Mattia De Sciglio. Über Lichtsteiners rechte Seite liefen danach ein paar gute Angriffe. Auch jener nach 37 Minuten, bei dem Lichtsteiner von ausserhalb des Strafraums mit einer hohen, eher weichen Flanke den Kopf des allein gelassenen Mandzukic fand. Torhüter Navas hatte keine Abwehrmöglichkeit.

Bayern München hatte ­keinerlei Probleme, gegen ­­den FC Sevilla nach dem 2:1-Auswärtssieg die Halbfinals zu erreichen. In einem Spiel, in dem nie Spannung aufkam, liessen es die Münchner bei einem 0:0 bewenden. (sda)