Junge Götter

FRAUENFELD. Im zweiten Abokonzert der Konzertgemeinde Frauenfeld ist das Kammerorchster Basel im Casino zu hören: mit Mozarts Klavierkonzert Nr. 12 A-Dur KV 414, eingerahmt von zwei Werken Brittens: «Young Apollo» op. 16 und «Variations on a Theme of Frank Bridge» op. 10.

Merken
Drucken
Teilen
«Lido» mit Michael von der Heide. (Bild: Patrick Metraux)

«Lido» mit Michael von der Heide. (Bild: Patrick Metraux)

FRAUENFELD. Im zweiten Abokonzert der Konzertgemeinde Frauenfeld ist das Kammerorchster Basel im Casino zu hören: mit Mozarts Klavierkonzert Nr. 12 A-Dur KV 414, eingerahmt von zwei Werken Brittens: «Young Apollo» op. 16 und «Variations on a Theme of Frank Bridge» op. 10. Junge Götter waren und sind sie alle, der 26jährige Mozart mit seinem feinen, eleganten Klavierkonzert, der gleichaltrige Britten, dessen Werk dem Abend den Namen leiht, und natürlich der Pianist Dejan Lazic (24), Konzertmeister Vlad Stanculeasa (27) und die meisten Orchestermitglieder.

Mo 14.11., 20.00, Casino

Argentinische Niemande

FRAUENFELD. In der Helvetas-Filmreihe «Menschen in Bewegung» zeigt das Cinema Luna «El camino de San Diego» von Carlos Sorin. Nach «Historias minimas» und «Bombon – el perro» schildert der Argentinier wieder eine kleine Geschichte von einem Habenichts. Tati findet im Urwald eine Baumwurzel, die genauso aussieht wie sein Idol Diego Maradona. Er nimmt sie auf die Schulter und reist in die Hauptstadt, wo der Fussballer mit einem Herzinfarkt im Spital liegt.

So 13.11., 20.00

Schubert'sche Metaphern

FISCHINGEN. Mit der Winterreise greift Franz Schubert kurz vor seinem Tod noch einmal zentrale Fragen der menschlichen Existenz auf. Auch wenn die 24 Szenenbilder mit ihrer rast- und ziellosen Stimmung, kreisend um unglückliche und unerfüllte Liebe und die Weltflucht des lyrischen Ichs, eine Einheit bilden, entziehen sie sich doch oft einem zeitlichen oder kausalen Zusammenhang; sie sind vielmehr Metaphern für prägende Stationen eines Lebenswegs. Konventionen verschwimmen, Zeichen der Täuschung sind allgegenwärtig; nur das unausweichliche Ziel der Reise schimmert stets am Horizont, als Schicksal oder gar als Erlösung. Mit Bass-Bariton Stefan Vock und Pianist Tobias Willi.

So 13.11., 16.00, Klosterbibliothek

Von der Heides Retro-Chic

FRAUENFELD. «Mit <Lido> will ich das Leben, die Liebe, die Nacht und die entschwindende Zeit feiern; das ist vielleicht etwas nostalgisch, aber auch voller Leben und Energie», sagt Michael von der Heide zu seiner neuen CD. «Lido» changiert zwischen Songwriter-Juwelen, Electrotüfteleien, Mambos, Discoinfernos, sehnsüchtigen Balladen und hält die Balance zwischen futuristischem Glanz und Retro-Chic. Michael von der Heide singt mit seinem markanten Timbre – fast ausnahmslos in französisch – gegen das gelegentliche Grau des Lebens, aber immer wieder für die Liebe.

Sa 12.11., 21.00, Eisenwerk