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Jetzt ist es fix: Die Saison der Amateur-Fussballer wird abgebrochen

Der Zentralvorstand des Schweizerischen Fussballverbands hat als Folge des Entscheids des Bundesrates am Mittwoch beschlossen, alle derzeit ausgesetzten Meisterschafts- und Cupwettbewerbe ab Promotion League abzubrechen. Demnach wird es keine Auf- und Absteiger in den Amateur-Ligen geben.

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Der Newsbeitrag im Tele 1 vom Donnerstag.

(dvm/sda) Der Zentralvorstand des SFV hat am Donnerstagvormittag im Rahmen einer Telefonkonferenz beschlossen, alle derzeit ausgesetzten Meisterschafts- und Cupwettbewerbe der Saison 2019/20 mit Ausnahme der Super League, der Challenge League und des Helvetia Schweizer Cups abzubrechen und diese Wettbewerbe nicht zu werten. Das schreibt der Verband in einer Mitteilung. Der Zentralvorstand habe diesen Entscheid nach gründlicher Prüfung aller möglichen Szenarien mit Zustimmung der drei Abteilungen des Schweizerischen Fussballverbands SFV (Swiss Football League, Erste Liga und Amateur Liga) und der 13 Regionalverbände getroffen und einstimmig gefasst.

In den unteren Ligen - hier Alpnach gegen Buochs - wird die Saison abgebrochen.

In den unteren Ligen - hier Alpnach gegen Buochs - wird die Saison abgebrochen.

Bild: Dominik Wunderli

Der Bundesrat hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass Fussballspiele in der Schweiz frühestens am 8. Juni wieder möglich sein werden, und dies auch nur, so die Medienmitteilung des Bundesrates, «in Ligen mit übermässig professionellem Spielbetrieb», was ausschliesslich auf die Super League und die Challenge League zutrifft. Auch für Trainings, die ab dem 11. Mai grundsätzlich wieder möglich sein sollen, gelten bis auf Weiteres massive Einschränkungen, insbesondere ausserhalb des Leistungssports (maximal fünf Personen, kein Körperkontakt). Entsprechend sei ein Abbruch der laufenden Saison alternativlos, so der SFV weiter. Ob und wie der Spielbetrieb der Super League und der Challenge League unter den neu definierten Auflagen des Bundesrats weitergeführt werde, entscheide die Swiss Football League nach Konsultation der betroffenen Vereine.

Folgen des Abbruchs und Wertung der Wettbewerbe

Auf Basis des Regelwerks des SFV sowie einer externen rechtlichen Expertise gilt für alle abgebrochenen Wettbewerbe:

  • Die Wettbewerbe 2019/20 werden nicht gewertet, mit Ausnahme der abgeschlossenen Wettbewerbe, insbesondere den Halbjahresmeisterschaften in den Regionalverbänden
  • Es gibt keine(n) Meister bzw. Cupsieger
  • Es gibt keine(n) Aufsteiger
  • Es gibt keine(n) Absteiger
  • Die Teilnehmer am Helvetia Schweizer Cup 2020/21 aus den Abteilungen Erste Liga, Amateur Liga sowie aus den Regionalverbänden werden per Los aus den für eine Teilnahme in Frage kommenden bzw. aus den in den jeweiligen Qualifikationswettbewerben verbliebenen Teams bestimmt.
  • Die ausgesprochenen Strafen (inkl. Bussen) und die noch offenen Suspensionen beziehungsweise Funktionssperren (auch aus Verwarnungen) bleiben bestehen bzw. werden gemäss den bekannten Regeln auf den nächsten offiziellen Wettbewerb derselben Kategorie übertragen.

Das sagt der SFV-Generalsekretär im Video:

Die rechtliche Grundlage für diese Wertung bildet das Wettspielreglement. Dieses gründet auf dem Prinzip, dass Sportentscheide jeweils am Ende einer vollständigen Saison gefällt werden. Dies entspricht dem Grundprinzip der Anerkennung der sportlichen Leistung im Sport, dass bis zur letzten Sekunde alles noch möglich ist und Entscheide nicht vor dem Schlusspfiff und grundsätzlich auf dem Spielfeld und nicht am grünen Tisch gefällt werden sollen. Eine Titelvergabe oder die Bestimmung von Auf- und Absteigern nach einer abgebrochenen Saison würde somit nicht dem Wettspielreglement entsprechen.

Die vom Entscheid betroffenen Wettbewerbe

Vom Entscheid betroffen sind die Wettbewerbe des SFV selbst (insbesondere Frauen NLA und NLB; Schweizer Cup der Frauen; Junioren-Spitzenfussball und Footeco; Futsal), der Ersten Liga (Cerutti il Caffè Promotion League und 1. Liga), der Amateur Liga (2. Liga interregional und 1. Liga Frauen) so-wie alle Wettbewerbe aller Kategorien der Regionalverbände (Aktive der Männer und Frauen, Senioren sowie Junioren der Männer und Frauen, Juniorinnen- und Junioren-Breitenfussball).

Die vom Entscheid ausgenommenen Wettbewerbe

Für die Raiffeisen Super League, die Brack.ch Challenge League und den Helvetia Schweizer Cup wird eine Weiterführung des Spielbetriebs im Rahmen der behördlichen Vorgaben angestrebt. Dazu finden zur Zeit Abklärungen statt. Da es keinen Aufsteiger aus der Cerutti il Caffè Promotion League geben wird, steht unabhängig davon, ob die Saison zu Ende gespielt werden kann oder nicht bereits fest, dass kein Klub aus der Brack.ch Challenge League absteigt.

SFV-Präsident Dominique Blanc ist mit dem Entscheid nicht glücklich:

«Es tut weh, aber angesichts der derzeitigen Lage war der mit grossen finanziellen Einbussen auf allen Stufen verbundene Entscheid alternativlos.»

Aber die Gesundheit der Spielerinnen und Spieler und das Gemeinwohl gingen vor, so Blanc weiter. Abgesehen von gesundheitlichen Risiken hätte es einer logistisch unlösbaren Grossaufgabe entsprochen, für die Zehntausenden ausgefallenen Meisterschaftsspiele Nachholtermine nach Mitte Juni oder noch später zu finden. Eine Verlängerung der Saison über den Sommer hinaus wiederum hätte die nächste Saison zu stark beeinträchtigt. «Damit haben nun alle Planungssicherheit.» Bei der Frage der Wertung der Saison oder eben nicht schreibe das Wettspielreglement vor, was gelte. «Wir bedauern, dass nun einige Klubs um die möglichen Früchte einer bis dato guten Saison gebracht werden.»

So geht es weiter

Auf Basis des Bundesratsentscheids vom Mittwoch ist es allen Fussballclubs in der Schweiz erlaubt ab dem 11. Mai wieder in Kleingruppen ohne Körperkontakt zu trainieren. Der SFV begrüsse diesen Entscheid und habe zur Durchführung solcher Trainings ein Schutzkonzept erstellt. Dieses Konzept bedürfe noch der Genehmigung der zuständigen Behörden, anschliessend werde es den Klubs kommuniziert werden.

Dieses Konzept sehe vor, unter welchen Bedingungen und Auflagen ein Training in Kleingruppen durchgeführt werden könne. Der SFV überlasse es den Vereinen, ob sie Trainings in Kleingruppen und ohne Körperkontakt im Rahmen des Schutzkonzepts trotz Saisonabbruch durchführen wollten oder nicht.

Über den Beginn der Saison (Meisterschafts- und Cupwettbewerbe) 2020/21 wird unter Berücksichti-gung der behördlichen Vorgaben so früh wie möglich entschieden.

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