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Jackie Groenen lässt die Oranje-Frauen vom ersten WM-Titel träumen

Zwei Jahre nach dem EM-Triumph bestätigen die Oranje-Frauen ihre steile Entwicklung mit dem Début im WM-Final – dank einer langjährigen Bundesliga-Spielerin.
Jana Lange (SID), Lyon
Die Niederländerin Jackie Groenen feiert den Finaleinzug an der WM in Frankreich. (Bild: Francois Mori/AP, Lyon, 3. Juli 2019)

Die Niederländerin Jackie Groenen feiert den Finaleinzug an der WM in Frankreich. (Bild: Francois Mori/AP, Lyon, 3. Juli 2019)

Nach ihrem historischen Schuss ins Glück konnte Jackie Groenen gar nicht mehr aufhören zu grinsen. «Ich fühle mich grossartig. Ich bin eigentlich gar keine Torschützin», sagte die neue ­niederländische Nationalheldin, die wie einst das Fussball-Idol Johan Cruyff mit der legendären Rückennummer 14 aufläuft: «Ich bewahre meine Treffer wohl für die besonderen Momente auf.»

Ex-Judoka entscheidet sich spät für Fussball

Dank ihres Distanzschusses in der Halbfinal-Verlängerung gegen Deutschland-Bezwinger Schweden (99.), erst Groenens drittes Länderspiel-Tor, schreiben die Oranje-Frauen zwei Jahre nach dem märchenhaften EM-Triumph im eigenen Land auch WM-Geschichte. Bei ihrer erst zweiten Endrundenteilnahme stehen die Leeuwinnen erstmals im Final – dank einer langjährigen Bundesliga-Spielerin und Ex-Judoka.

Die entschied sich nämlich einst trotz EM-Bronze bei den Juniorinnen gegen eine Judo-Karriere und für den Fussball. So kam die heute 24-Jährige im Jahr 2011 nach Deutschland, wo sie seither für Essen, Duisburg und zuletzt vier Jahre lang für den 1. FFC Frankfurt spielte. Nach der WM sucht Groenen eine neue Herausforderung, sie schliesst sich dem englischen Erstliga-Aufsteiger Manchester United an.

Doch zunächst wollen die Europameisterinnen nach dem Kraftakt gegen Schweden am Sonntag (17.00 Uhr/ARD) den scheinbar übermächtigen Titelverteidiger USA stürzen. «Wir sind ein toller Mix, geben uns gegenseitig viel Selbstvertrauen. Und wir müssen unsere eigene Art Fussball spielen. Wenn wir das schaffen, können wir sie schlagen», sagt Groenen: «Noch ein Spiel, und wir sind vielleicht Weltmeister. Es wird schwer, aber es wäre unglaublich.»

Dank Playoff-Sieg über die Schweiz an der WM

Zumal die Niederländerinnen die WM um ein Haar verpasst hätten. Erst über die Playoffs und den finalen Erfolg über die damals noch von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg betreuten Schweizerinnen schafften sie als letztes europäisches Team im November die Qualifikation.

Märchenhaft ist auch die Oranje-Euphorie, die das Team von Sarina Wiegman in Frankreich beflügelt. So viele Menschen wie noch nie verfolgen das Frauen-Nationalteam. Über fünf Millionen Zuschauer fieberten an den heimischen TV-Geräten mit, was einem enormen Marktanteil von 78,5 Prozent entspricht. (sid)

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