EM
«Müssen eine tolle Leistung bringen, um zu bestehen»: Italien will die Füsse auf dem Boden halten

Den Italienern läuft es dank Teamspirit und Offensivfussball wieder sehr gut nach der verpassten WM 2018. Natürlich lobt Trainer Mancini auch die Schweizer – und nennt Shaqiri einen der besten Zehner Europas.

Christian Brägger aus Rom
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Italiens Trainer Roberto Mancini.

Italiens Trainer Roberto Mancini.

Bild: Alessandra Tarantino/AP

28 Spiele ohne Niederlage, zuletzt neun Siege ohne Gegentor, dazu das 3:0 gegen die Türken: «Bella Italia» ist wieder en vogue, die «Gazetta dello Sport» erschien vor EM-Beginn sogar einmal in blau statt rosa. Gegen die Schweiz will die «Squadra Azzurra» nachlegen, wenngleich Coach Roberto Mancini und Verteidiger Leonardo Bonucci nur lobende Worte finden für sie.

Solche Charmeoffensiven im Vorfeld kennt man ja, meist bedeuten sie nicht viel. Mancini nannte Shaqiri, den er einst bei Inter trainiert hatte, einen der besten Zehner Europas, zum Beispiel. Was dann aber wirklich stimmte: «Wir müssen eine tolle Leistung bringen, um zu bestehen. Und wir werden dabei unseren Spielstil nicht verändern.» Bedeutet: Angreifen, immer und immer wieder, selbst wenn man in Führung liegt.

Video: Detlev Munz

Italien lebt gerade von einer Einheit, die weit tragen kann. Bonucci, der 34-jährige Juventino, sagte:

«Das ist der grösste Teamspirit, den ich je angetroffen habe im Nationalteam. Möge es noch lange so weitergehen.»

Und wenn Bonucci das sagt, immerhin neunfacher nationaler Meister und mit 103 Spielen für Italien ein Grosser seines Fachs, dann muss es ja stimmen.

Bonuccis sagte aber auch: «Es ist wichtig, dass wir die Füsse auf dem Boden halten. Es geht bei 0:0 los.»

Leonardo Bonucci im Spiel gegen die Türken.

Leonardo Bonucci im Spiel gegen die Türken.

Bild: Ettore Ferrari/AP