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INTERVIEW: Frauen-Skichef Hans Flatscher: "Ich muss diesen Schnitt jetzt machen"

Swiss Ski verliert auf Ende Saison Hans Flatscher, den Cheftrainer der alpinen Frauen-Equipe. Der 49-jährige Österreicher, der seit Jahren mit Ex-Rennfahrerin Sonja Nef und drei Kindern in Mörschwil lebt, nimmt Stellung zu seinem Rücktritt.
Hans Flatscher. (Bild: GIAN EHRENZELLER (KEYSTONE))

Hans Flatscher. (Bild: GIAN EHRENZELLER (KEYSTONE))

Hans Flatscher, was sind die Beweggründe für Ihren Rücktritt?
Dieser Entscheid fiel mir definitiv nicht leicht. Bis vor knapp zwei Wochen habe ich mir auch gar keine Gedanken über einen Rücktritt gemacht. Nach den Olympischen Spielen und den Weltcup-Rennen in Crans-Montana verbrachte ich dann aber drei Tage daheim. Da habe ich gemerkt, dass jetzt wohl der richtige Zeitpunkt ist, ein bisschen mehr zuhause zu sein. Speziell die Wochenenden und der ganze Winter sind brutal, da bleibt einem gar keine Zeit. Sobald aber solche Gedanken einsetzen, wird man dem Cheftrainer-Posten nicht mehr gerecht. Deshalb soll ein anderer übernehmen.

Sie waren während 14 Jahren als Abfahrtstrainer bei den Männern und zuletzt während sechs Jahren als Cheftrainer der Schweizer Frauen tätig.
Ja. Ich war in dieser Zeit durchgehend im Weltcup tätig. Meine drei Kinder sind jetzt vier, zehn und elf Jahre alt. Besonders bei den älteren zwei, den Mädchen, muss ich jetzt diesen Schritt machen. Oder sonst gar nicht mehr, denn dann sind sie gar nicht mehr zuhause. Mein Gefühl sagt mir klar, dass jetzt der richtige Moment ist.

Es heisst, Sie stehen in Verhandlungen mit Swiss-Ski über eine künftige Aufgabe. Wie könnte diese aussehen?
Zunächst einmal bleibe ich sicher, bis eine geordnete Übergabe an meinen Nachfolger erfolgt ist. Ich arbeite in den kommenden Wochen genau gleich weiter, wie wenn ich nächsten Winter erneut Cheftrainer wäre. Ich will alles nach bestem Wissen und Gewissen aufgleisen, so dass das für die Athletinnen möglichst spurlos über die Bühne geht.

Und die künftige Aufgabe betreffend?
Ich bin mit Swiss-Ski seit ein paar Tagen in Gesprächen. Ich bin nach wie vor voll motiviert und in keinster Weise müde. Aber ich will eine Aufgabe finden, bei welcher ich mehr Zeit daheim bei der Familie verbringen kann. Es wird hoffentlich eine konstruktive Aufgabe sein, bei welcher ich etwas bewegen kann.

Was hätte dafür gesprochen, dass Sie Cheftrainer bleiben?
Dass ich mit allen ein sehr gutes Verhältnis habe, sei es die Verbandsspitze oder seien es die Athletinnen oder die Trainer. Das sind die Menschen, die ich ebenfalls sehr gerne habe und bei welchen ich mich wohl fühle. Es fällt mir schon schwer, da wegzugehen.

Sie haben mit den Schweizer Frauen wieder den Anschluss an die Weltspitze geschafft. Was bleibt Ihnen von den sechs Jahren als Cheftrainer?
Das ist schwierig auf einen Punkt zu bringen. Das ist ein ganz anderes Team, als es das vor sechs Jahren war. Ich habe das Team und den Staff in dieser Zeit so zusammenstellen dürfen, wie ich es wollte. Es gab in dieser Zeit kaum Veränderungen. Da war grosse Kontinuität drin. Ich finde, jetzt ist auch ein guter Zeitpunkt, diese Mannschaft zu übergeben. Sie steht sportlich auf einem guten Level. Da liegt noch sehr viel drin. Ich bin überzeugt, dass alles erfolgreich weitergeführt wird. (sda)

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