Innerschweizer aus dem Toggenburg

Der Mosnanger Roman Schneider will zusammen mit Dominik Planzer morgen im St. Galler Athletik Zentrum das Olma-Radballturnier gewinnen. Die Weltmeister vom RS Altdorf treten beim Weltcup-Anlass als Favoriten an.

Thomas Werner
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Roman Schneider (links) und Dominik Planzer wollen sich in St. Gallen den fünften Sieg sichern. (Bild: Michel Canonica)

Roman Schneider (links) und Dominik Planzer wollen sich in St. Gallen den fünften Sieg sichern. (Bild: Michel Canonica)

RADBALL. Wie viele Male er schon das Olma-Turnier bestritten hat, weiss Roman Schneider aus dem Stegreif heraus nicht. Aber viermal habe er es gewonnen. Der Toggenburger will auch morgen im Athletik Zentrum wieder eine gute Figur abgeben. Gut frisiert wird er sicher antreten, denn «ein Jahr gratis Haarschneiden» war eine der Belohnungen für den Gewinn des WM-Titels. Er lacht, als er das erzählt.

Radballer sind bescheiden. Ihren Sport betreiben sie aber mit grosser Leidenschaft und viel Ehrgeiz. Mit den bisherigen Resultaten im Weltcup ist Schneider grundsätzlich zufrieden, aber «wenn du ein Turnier nicht gewinnst, kannst du immer etwas noch besser machen». Gewonnen haben sie im brandenburgischen Grosskoschen. Im baden-württembergischen Denkendorf gab es zum Saisonauftakt Rang drei und in Hongkong wurden Schneider und Dominik Planzer Zweite. Dies ergibt im Weltcup-Zwischenklassement Rang drei, zehn Punkte hinter den Vorarlbergern Patrick Schnetzer/Markus Bröll aus Höchst und fünf Punkte hinter den Winterthurern Marcel Waldispühl/Peter Jiricek. Die Qualifikation für das Finalturnier mit den besten acht Teams im tschechischen Brünn haben die Weltmeister damit auf sicher.

Nicht immer verständlich

Schneider lebt seit gut drei Jahren in der Innerschweiz. Er fühlt sich wohl. Wie das Toggenburg sei auch die Innerschweiz «ein schöner Flecken». Einzig der Dialekt habe noch seine Tücken, «ich verstehe immer noch nicht alles». Auf dem Radballfeld kennt der 31-Jährige allerdings keine Verständigungsprobleme. Der Polymechaniker Schneider und der ein Jahr jüngere Elektriker Planzer spielen nun seit über fünf Jahren zusammen. 2007 wechselte Schneider zum RS Altdorf, weil er bei seinem Stammverein RMV Mosnang keinen geeigneten Partner gefunden hatte. Zwei Jahre lang konnte das Duo nur einmal pro Woche gemeinsam trainieren, weil Schneider noch in der Ostschweiz lebte.

Der Sieg als Ziel

Aber der Erfolg kam sofort, schon nach wenigen Wochen gewannen Schneider/Planzer 2007 den Weltcupfinal. Dies wiederholten sie 2009, und 2012 kam in Aschaffenburg der Gewinn des WM-Titels dazu. Diesen würden sie im November in Basel nur allzu gerne verteidigen. Vor dem NLA-Finalwochenende führen die Altdorfer in der Selektionsrangliste. Zuerst gilt es aber, in St. Gallen zu bestehen. «Im WM-Trikot trittst du immer als Favorit an», sagt Schneider. Er will in St. Gallen den fünften Sieg.

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