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In Gedanken bleibt der Jubel

Wundenlecken? Fehlanzeige. Trotz der 2:4-Niederlage im Playoff-Final gegen Ajoie entdeckt Rapperswil-Jona in der NLB das Siegen neu. Der Blick bleibt auch deshalb nach oben gerichtet.
Matthias Hafen/Pruntrut
Enttäuschte Rapperswiler nach dem verlorenen Playoff-Final gegen Ajoie. (Bild: ky/Bist/Roger Meier)

Enttäuschte Rapperswiler nach dem verlorenen Playoff-Final gegen Ajoie. (Bild: ky/Bist/Roger Meier)

EISHOCKEY. Als Steven Barras eine Sekunde vor Schluss das 4:2 erzielte und Ajoie damit den NLB-Meistertitel bescherte, fiel es den Rapperswilern schwer zu glauben, dass sie Gewinner sind. Trotz der Niederlage im Playoff-Final gegen die verblüffenden Jurassier hat Rapperswil-Jona seine Saisonziele erfüllt, ja sogar übertroffen. Gefordert wurde im ersten Jahr nach dem Abstieg aus der NLA der Playoff-Halbfinal. Am Ende standen Trainer Jeff Tomlinson und seine Spieler in der Endausmarchung um den Meistertitel.

Noch während der Pokalübergabe feierten Rapperswils zahlreich mitgereisten Anhänger in der Patinoire de Voyeboeuf ihre Mannschaft. Spätestens da war klar, dass die Finalverlierer keine Wunden lecken müssen. Auch in den sozialen Medien wurden die St. Galler wie Helden gefeiert. Nach 21 NLA-Jahren, in denen Rapperswil-Jona permanent gebeutelt wurde, erlebten die Anhänger wieder eine Saison mit mehr Siegen als Niederlagen. «So macht Zuschauen mehr Spass, als Letzter in der NLA zu sein», schrieb David Kobelt via Facebook stellvertretend für viele.

Das Kader 2016/17 steht

Glaubt man den Clubverantwortlichen, wird die nächste Saison genauso aufregend. «Die Mannschaft hat einen ähnlichen Charakter», sagt Sportkoordinator Roger Maier. «Vielleicht sogar noch etwas mehr Kampfkraft.» Schon morgen will Rapperswil-Jona sein komplettes Kader für die Saison 2016/17 präsentieren. Sicher ist, dass die besten Schweizer Skorer, Raphael Kuonen und Roman Schlagenhauf, den Club Richtung NLA verlassen. Als gewichtige Zuzüge stehen Stürmer Niki Altorfer vom EHC Visp und Goalie Janick Schwendener vom SC Bern fest. Teamstützen wie Cyrill Geyer, Reto Schmutz und Cédric Hüsler haben ihre Verträge verlängert. Offen ist unter anderem, was mit dem Kanadier Andrew Clark passiert. Wie sein Landsmann Jared Aulin wurde er den Ansprüchen nicht gerecht. Allerdings bekam Aulin Anfang März noch eine Vertragsverlängerung.

Einfacher wird für Rapperswil-Jona der auf unbestimmte Zeit angestrebte Wiederaufstieg indes nicht. Sportlich dürften die Konkurrenten Langenthal, Olten, Visp und Martigny kommende Saison deutlich zulegen. Sie alle enttäuschten in dieser Saison schwer und sind auf Wiedergutmachung aus. Andererseits müssen die Rapperswiler auch in Zukunft den Gürtel eng schnallen.

Kein Gewinn in der Kasse

Trotz einer sportlich überaus erfolgreichen Saison sollen sie 2015/16 einen Verlust von gegen 100 000 Franken erwirtschaftet haben, wie es aus Supporterkreisen heisst. Das liegt einerseits daran, dass Rapperswil-Jona seine neuen Spieler nach dem Abstieg aus der NLA tendenziell überzahlte, um überhaupt eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammenzubekommen. Andererseits war der Zuschaueraufmarsch in der Diners Club Arena im vergangenen Winter an der unteren Grenze. Durchschnittlich bloss 2765 Besucher wollten die Rapperswiler im Stadion sehen. Dass selbst im siegreichen, fünften Finalspiel gegen Ajoie nur 3672 Zuschauer anwesend waren, bedeutete für Geschäftsführer Markus Bütler die persönlich grösste Niederlage in dieser Saison. «Das ist ein Affront gegenüber allen, die sich für den Club einsetzen.» Andererseits hätte ihn der Rapperswiler Zuschaueraufmarsch an den Auswärtsspielen jeweils sehr erfreut.

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