IN FORM: Federer weiter ungefährdet

Roger Federer qualifiziert sich in Schanghai für den Halbfinal. In Linz schafft auch Viktorija Golubic den Einzug in die Runde der letzten vier. Belinda Bencic scheitert.

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Roger Federer kann heute zum dritten Mal nach 2010 und 2014 das Endspiel des 1000er-Turniers in Schanghai erreichen. (Bild: Andy Wong/AP)

Roger Federer kann heute zum dritten Mal nach 2010 und 2014 das Endspiel des 1000er-Turniers in Schanghai erreichen. (Bild: Andy Wong/AP)

Ob Roger Federer nach seinem 7:5-, 6:4-Erfolg gegen Richard Gasquet heute gegen Juan Martin Del Potro antreten muss oder kampflos in den Final einzieht, ist offen. Der Argentinier setzte sich in seinem Viertelfinal gegen den Serben Viktor Troicki nach gut zwei Stunden 4:6, 6:1, 6:4 durch, quälte sich aber angeschlagen durch die letzten Games. Beim Stand von 2:2 im Entscheidungssatz stürzte er unglücklich auf das linke Handgelenk – jenes Handgelenk, das ihn zwischen 2014 und 2015 zu mehreren Operationen und monatelangen Pausen gezwungen hatte. Im Anschluss an die Partie begab sich der Südamerikaner für ein MRI in ein Spital. Etwas habe sich nach dem Sturz nicht gut angefühlt, teilte er mit. Er werde im Halbfinal nur antreten, wenn er sich 100 Prozent fit fühle.

Revanche für Niederlage im Viertelfinal in New York?

Derlei Probleme kannte Federer auch in seinem dritten Spiel nach einmonatiger Pause nicht. Der als Nummer zwei gesetzte Baselbieter bezwang den Franzosen Gasquet (ATP 31) in 78 Minuten und kann sich heute körperlich fit und frisch bei Del Potro für die Viertelfinal-Niederlage an den US Open revanchieren, falls die 23. Begegnung zwischen den beiden zustande kommt. Seine Leistung gegen Gasquet stimmte ihn sehr zufrieden. «Das Spiel beinhaltete ein paar wunderbare Ballwechsel und machte richtig Spass, Richard hielt das hohe Tempo erstaunlich gut mit», befand Federer.

Viktorija Golubic (WTA 117), die in Linz 2016 mit dem Finaleinzug geglänzt hatte, setzte sich gegen die Schwedin Johanna Larsson in 81 Minuten diskussionslos 6:3, 6:1 durch und bremste damit den drohenden Absturz in der Weltrangliste weiter. Gegen die im Ranking 28 Plätze vor ihr klassierte Larsson bestimmte die 24-jährige Zürcherin das Geschehen durchwegs. Sie profitierte aber auch davon, dass die 29-jährige Larsson angeschlagen in die Partie ging. Belinda Bencics starkes WTA-Comeback endete im Viertelfinal. Die 20-jährige Ostschweizerin unterlag der rumänischen Qualifikantin Mihaela Buzarnescu (WTA 105) in einem spannenden Spiel 4:6, 7:5, 6:7 (4:7).

Bencic erspielte sich zunächst kaum Chancen. Erst als Buzar­nescu im zweiten Satz beim Stand von 5:4 zum Sieg aufschlug, gelang ihr nach drei abgewehrten Matchbällen das erste Break und kurz darauf mit einem weiteren Servicedurchbruch der Satzausgleich. Im Entscheidungssatz rettete sich Bencic nach Breakrückstand und zwei weiteren abgewehrten Matchbällen ins Tiebreak. Dort unterlag sie mit 4:7. Trotz der Niederlage kann Bencic ein positives Fazit aus ihrem ersten WTA-Turnier seit einem halben Jahr ziehen. Die drei Spiele über je drei Sätze auf WTA-Niveau überstand sie körperlich unbeschadet, und mit den Siegen gegen Kirsten Flipkens und Lara Arruabarrena tankte sie Selbstvertrauen.

Im chinesischen Tianjin unterlag Stefanie Vögele in den Viertelfinals Maria Scharapowa in 65 Minuten mit 3:6, 1:6. Dennoch kann Vögele das Turnier mit positiven Gefühlen verlassen. Mit ihrem zweiten Viertelfinal-Einzug innert zwei Wochen wird sie sich in der Weltrangliste wieder in die Top 160 verbessern. (sda)