«In Europa wird härter gespielt als in Brasilien»

Der Brasilianer Roberto Pinto und sein Partner Nilson Aires Menezes pfeifen im Rahmen eines Schiedsrichteraustausches des internationalen Handballverbandes (IHF) Spiele der Schweizer Ligen. Gestern waren sie am Ostschweizer Derby im Einsatz.

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Roberto Pinto Brasilianischer Schiedsrichter (Bild: chk)

Roberto Pinto Brasilianischer Schiedsrichter (Bild: chk)

Der Brasilianer Roberto Pinto und sein Partner Nilson Aires Menezes pfeifen im Rahmen eines Schiedsrichteraustausches des internationalen Handballverbandes (IHF) Spiele der Schweizer Ligen. Gestern waren sie am Ostschweizer Derby im Einsatz.

Sie sind seit einem guten Monat in der Schweiz und leiteten seitdem zahlreiche Spiele. Was bringen Ihnen diese Einsätze?

Mein Partner und ich müssen Erfahrungen sammeln, und das geht nur, wenn wir möglichst oft zum Pfeifen kommen. Im kommenden Jahr finden in Rio de Janeiro die Olympischen Spiele statt, und wir wollen dort unbedingt dabei sein. Weil der brasilianische Verband aber nur ein Schiedsrichterduo stellen darf, ist die Konkurrenz in unserem Land gross. Ich hoffe, der IHF-Austausch hilft, dass wir uns gegen die Konkurrenz durchsetzen können.

Welches sind die grössten Unterschiede zwischen dem Handball in Brasilien und in der Schweiz?

Das Niveau ist hier höher. In Europa wird technisch besser, und vor allem härter gespielt. Das macht es für uns Schiedsrichter nicht einfach. Ich finde aber, dass die Spieler meistens sehr fair miteinander umgehen.

Sie sprachen mehr mit den Spielern als Schweizer Referees. Warum?

Wir wollen die Spiele nicht verpfeifen und sie wegen jeder Kleinigkeit unterbrechen. Deshalb bekommt ein Spieler oftmals zunächst eine Warnung von uns. Nimmt er sich diese dann nicht zu Herzen, greifen wir ein. (chk)

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