Handball
Hochspannung im ersten Halbfinal: Brühl entscheidet das Ostschweizer Derby gegen Kreuzlingen erst in der Verlängerung

Der Titelverteidiger LC Brühl gewinnt den ersten Playoff-Halbfinal der NLA-Handballerinnen knapp gegen den HSC Kreuzlingen 28:27.

Fritz Bischoff
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Brühls Stéphanie Lüscher erzielt eines ihrer sieben Tore.

Brühls Stéphanie Lüscher erzielt eines ihrer sieben Tore.

Arthur Gamsa

Den Handballerinnen des LC Brühl ist ein erster Schritt hin zur Titelverteidigung geglückt. Die St.Gallerinnen setzten sich im ersten Playoff-Halbfinal-Vergleich der Best-of-3-Serie gegen den HSC Kreuzlingen in der Verlängerung mit 28:27 durch.

Die Thurgauerinnen waren für den Rekordmeister ein fordernder Gegner, der über die gesamte Spielzeit ebenbürtig war. Trotzdem setzte es für die Kreuzlingerinnen im zwölften Vergleich mit den Brühlerinnen die zwölfte Niederlage ab. Während der regulären Spielzeit war das Gästeteam von Trainerin Kristina Ertl-Hug mehrheitlich spielbestimmend und lag auch öfter in Führung. Doch es gelang Kreuzlingen nie, seinen Vorsprung auf mehr als vier Tore (10:6 in der 20. Minute) auszubauen. Nach der Pause fand das Heimteam besser ins Spiel und übernahm beim 18:17 in der 43. Minute erstmals nach dem 4:3 in der siebten Minute wieder die Führung. Diese konnte innerhalb von nur vier Minuten zum 22:18 ausgebaut werden.

Kreuzlingens Taktik ging auf

Doch Kreuzlingen änderte seine Offensivtaktik und agierte vermehrt mit sieben Feldspielerinnen, was in der letzten Minute der regulären Spielzeit zum 24:24-Ausgleich gereichte. In der ersten Halbzeit der Verlängerung legte Brühl zwei Tore vor, doch Kreuzlingen hielt die Spannung mit dem 26:26-Ausgleich aufrecht. Im zweiten Abschnitt war es nach dem 27:27 Malin Altherr, die mit ihrem siebten Treffer ihr Team zum Sieg warf. Für die St.Gallerinnen war es ein glücklicher Sieg.

Der LC Brühl, bei dem die verletzungsbedingte Absenz von Kathryn Fudge unverkennbar war, wirkte über die gesamte Spielzeit mit total 17 Fehlern zu inkonstant, in seinen Abschlüssen zu ungenau und defensiv vor allem in der regulären Spielzeit zu wenig aggressiv. Kreuzlingen dagegen überzeugte von Beginn weg mit viel Einsatz und hatte nur halb so viele Fehler zu verzeichnen. Trotzdem reichte es knapp nicht zum Sieg, der jedoch schon im zweiten Spiel am Samstag realisierbar erscheint.

Telegramm:

Brühl – Kreuzlingen 28:27 n.V. (11:13, 24:24, 26:26)
Brühl: Dokovic/F. Schlachter; Ackermann, Simova (6), Brunner, Pavic (3), Stacher, Altherr (7/2), Gutkowska (1), Betschart, Schnyder (1), Schmid (3), Mosimann, M. Schlachter, Lüscher (7).
Kreuzlingen: Wörner/Federau; Singer-Duhanaj (1), Mayer, Skoricova (3/1), Tissekker (5/4), Klein (1), Weidmann (2), Rothacker, Wörner, Marku (6), Gulyas (3), Lischka, Olsovska (5), Heinstadt, Novotna (1).
Bemerkungen: Brühl ohne Fudge (verletzt).