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Olma-Schwinget: Daniel Bösch braucht im Schlussgang nur acht Sekunden

Der Zuzwiler Daniel Bösch gewinnt erstmals den Olma-Schwinget, wogegen der grosse Thurgauer Saisondominator und Favorit Samuel Giger enttäuscht.
Fritz Bischoff
Daniel Bösch (oben) überrascht im Schlussgang Nick Alpiger im ersten Zug. (Bild: Michel Canonica)

Daniel Bösch (oben) überrascht im Schlussgang Nick Alpiger im ersten Zug. (Bild: Michel Canonica)

Es war ein eigentlicher Steigerungslauf, den Daniel Bösch gestern beim 22. Olma-Schwinget ins Sägemehl zeichnete. Der verdiente Höhepunkt für den unbestritten besten Schwinger des Tages war sein Blitzsieg im Schlussgang gegen Nick Alpiger. Kaum hatten die beiden zusammengegriffen, lag der Aargauer Gast sichtlich überrascht und unvorbereitet auch schon auf dem Rücken im Sägemehl. Mit einem Spezial-Kurz hatte der 30-jährige Toggenburger nach nur acht Sekunden die Entscheidung herbeigeführt, seinen ersten Sieg in St.Gallen geschafft. Dabei war er nicht einmal ins Schwitzen gekommen. «Nein, müde bin ich nach diesem Schlussgang wirklich nicht – dafür umso glücklicher und zufriedener. Ich habe im ersten Zug alles riskiert, und mein Plan ist aufgegangen», strahlte der Unspunnensieger von 2011.

Vor neun Jahren letztmals im Schlussgang

Nach dem ersten Gang mit einem Gestellten gegen Marcel Bieri hatte noch nichts auf die mögliche Dominanz Böschs hingedeutet. Doch der Zuger Gast hatte im Anschwingen auch nur ein Ziel: nicht zu verlieren. Er schwang entsprechend passiv, unattraktiv. In der Folge spielte Bösch sein Können und seine Erfahrung aus. Drei Kämpfe gewann er mit der Maximalnote 10, deren zwei mit 9,75. «Ich merkte, dass es mir trotz fehlendem Wettkampftraining und damit verbundener mangelnder Spritzigkeit von Gang zu Gang besser erging. Dazu kam noch, dass sich meine direkten Konkurrenten gegenseitig aus der Schlussentscheidung nahmen», sagte Bösch, der letztmals vor neun Jahren beim Olma-Schwinget angetreten war und damals den Schlussgang gegen Arnold Forrer verloren hatte.

Nicht den Erwartungen entsprechend verlief der Tag für den grossen Favoriten Samuel Giger. Der 20-jährige Thurgauer fand nie zur Form, die ihn zum sechsfachen Kranzfestsieger und erfolgreichsten Schwinger des Jahres hatte werden lassen. «Ich war nicht mehr spritzig und habe ganz einfach schlecht geschwungen», fasste er seine Leistung zusammen, die ihn lediglich auf Rang 5d brachte.

Nach der Rekrutenschule das Eidgenössische

Wohl verlor Giger keinen Kampf, doch stellte er dreimal, was ganz einfach zu wenig war. In einer Woche beendet er die Rekrutenschule und nimmt bereits die neue Saison ins Visier. «Die grosse Trainingspause ist dann vorbei. Es gilt das kommende Jahr mit dem Eidgenössischen in Zug anzugehen.» Genau diesen Plan hat auch sein Vereinskollege Domenic Schneider. Der 24-Jährige hatte nach drei Gängen und drei Siegen zur Mittagspause die Rangliste angeführt. Am Nachmittag aber stellte er dreimal und sah sich schliesslich auf Platz 4d. «Abgerechnet wird immer am Ende. Da bringt eine Halbzeitführung nichts. Die Gegner nach dem Mittag lagen mir ganz einfach nicht, und sicherlich hat sich auch meine Trainingspause negativ ausgewirkt. Diese ist jetzt aber beendet, und es beginnt die Vorbereitung auf das kommende Jahr», sagte der bestrangierte Thurgauer des Olma-Schwingets. Auch der zweifache Sieger des Olma-Fests, Stefan Burkhalter, war am Ende nach vier gestellten und zwei gewonnenen Gängen nur Neunter. «Gegen mich und andere Spitzenschwinger wollen die Jüngeren einfach nicht verlieren, treten ohne Risikobereitschaft an. Da wird es schwierig, erfolgreicher zu sein», sagte der 44-Jährige. Eher unerwartet stark präsentierten sich die St. Galler. Sieben der acht ersten Ränge beanspruchten sie für sich. Hinter Bösch folgt überraschend der Mörschwiler Fabian Rüegg auf Rang 2 gefolgt vom erst 17-jährigen Flawiler Manuel Bollhalder.

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