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Immer wieder: Schweiz gegen Österreich

Legendenquartett
Christian Brägger

Mit den Österreichern ist es so eine Sache. Besonders im Sport. Da messen wir uns noch so gerne mit ihnen; insbesondere der Fussball oder der Skirennsport ­laden zur Piesackerei ein. «Was macht ihr eigentlich im nächsten Sommer?» Im Herbst fühlten wir Russland-Fahrer uns überlegen. «Fussball? Kennts ihr den Marcel Hirscher?» Die Antwort, eine aus der Stärke heraus, musste ja kommen; es ist Winter und damit die Blütezeit des lieben Nachbarn. Immerhin tankten wir jüngst wieder Selbstvertrauen: «Naja, Slalom. Es lebe Beat Feuz, der König vom Lauberhorn.»

Das Lied von der ewigen Rivalität zwischen den Alpenrepubliken ist vor allem in der Skisaison ein Evergreen, und darum liegt es gar nicht so fern, es neu zu intonieren: Mit einem Legendenquartett, bestehend aus je zwanzig der grössten Figuren der Weltcup-Geschichte beider Länder. Harti Weirather, Erika Hess, Anita Wachter, Heini Hemmi und wie sie alle hiessen.

Wie immer beim Quartettspiel ist es das vorrangige Ziel, alle oder zumindest so viele Fahrerkarten wie möglich in den Händen zu halten. Weswegen man in den Kategorien Anzahl Weltcup-Siege, WM- und Olympia-Medaillen oder Podestplätze auch auf Österreicherinnen wie Renate Götschl setzten muss. Selbstredend gilt es, die Stärken eines Pirmin Zurbriggen oder einer Annemarie Moser-Pröll, die mit 16 Jahren ihr erstes Rennen gewann, auszuspielen; sie kommt dem fast unschlagbaren Supertrumpf sehr nahe, den es früher in solchen Kartenspielen gab. Nicht so viel wert ist Hirscher, der noch immer kein Olympiasieger ist («Hehe!»). Der Spielspass ist gross, auch weil die ruhmreichen, geschichtsträchtigen Namen in uns Erinnerungen wecken an eine Zeit, als das Mittagessen während eines Rennens ausnahmsweise vor dem Fernseher in der Stube eingenommen werden durfte. So laufen im Kopfkino schon einmal Rückblenden ab, wie man auf Geheiss des Vaters nach einer neuen Bestzeit Peter Müllers rasch auf den ORF-Sender umschalten musste. Die Reaktion der stets patriotischen österreichischen Reporter war ein Gaudi. Wehe, die Fernbedienung funktionierte nicht.

Wenn wir dank des Ski-Quartetts schon dabei sind, in der Nostalgiekiste zu graben: Wer erinnert sich nicht mehr an die österreichischen Diskussionen über den Schweizer Wunderwachs?

Christian Brägger

www.

legendenquartett.ch

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