Im Osten nichts Neues

Daniel Bösch feiert am Thurgauer Kantonalen in Bichelsee-Balterswil einen ungefährdeten Sieg. Im Vergleich zum vergangenen Jahr fühle er sich stärker, sagt der 27jährige Toggenburger.

Christof Krapf
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SCHWINGEN. Daniel Bösch macht dort weiter, wo er im vergangenen Jahr aufgehört hat. Immer wenn der Toggenburger 2014 in der Nordostschweiz zu einem Kranzfest antrat, siegte er auch. Fünf Festsiege kamen so zusammen. In dieser Saison knüpfte Bösch an diese Serie an. Am Thurgauer Kantonalen in Bichelsee-Balterswil sicherte sich der 27-Jährige seinen 14. Kranzfestsieg.

Bösch lief zu keinen Zeitpunkt Gefahr, die Kontrolle über das Fest zu verlieren. Einerseits war dazu seine Leistung zu souverän. Andererseits war das erste Nordostschweizer Kranzfest der Saison mit nur fünf Eidgenossen schwach besetzt. Mit Schwingerkönig Arnold Forrer – er siegte am Thurgauer 2014 – und dem Ausserrhoder Michael Bless fehlten gleich zwei von Böschs Hauptkonkurrenten der vergangenen Saison wegen Verletzungen.

Böschs Durchmarsch

Obwohl die Konkurrenz dürftig war, machte das Einteilungsgericht Bösch das Leben so schwer wie möglich. Im Anschwingen bekam er es mit dem Thurgauer Routinier Stefan Burkhalter zu tun. Bösch siegte gegen den 41jährigen Eidgenossen souverän. Noch vor der Mittagspause erhielt der Toggenburger mit Raphael Zwyssig einen zweiten happigen Brocken vorgesetzt. Der Unspunnen-Sieger löste auch die Aufgabe gegen den Ausserrhoder Eidgenossen ohne Probleme. Bösch besiegte nebst Burkhalter und Zwyssig drei Teilverbandskranzer und zog mit einem schwierigen Notenblatt souverän in den Schlussgang ein. Auch dort hielt er sich schadlos. Er besiegte den Thurgauer Tobias Krähenbühl – einen Konkurrenten, gegen den er am Schaffhauser Frühjahrsschwingen noch gestellt hatte. Bösch schaffte in Bichelsee-Balterswil einen Durchmarsch mit sechs Siegen. «Es waren keine einfachen Kämpfe. Gegen den Grossteil meiner Konkurrenten habe ich in meiner Karriere schon gestellt», sagte Bösch.

Der Sieg des Unspunnen-Siegers kam nicht überraschend. Bösch hat dieses Frühjahr schon zwei Vorbereitungsfeste für sich entschieden. Im Gegensatz zur vergangenen Saison, in der er sein Comeback nach einer Knieverletzung gab, konnte er dieses Jahr die gesamte Vorbereitung absolvieren. «Ich fühle mich im Vergleich zum vergangenen Jahr richtig gut. Die Vorbereitung verlief optimal», so Bösch.

Die Angst überwunden

Im vergangenen Jahr blieb Bösch im eigenen Verband unangetastet. Die Chancen stehen gut, dass dies auch in dieser Saison so bleiben wird. 2014 war der Toggenburger im Vergleich mit den Bernern oder Innerschweizern aber chancenlos. «Ich war nach der Verletzung nicht ganz auf der Höhe.» Dies soll sich in dieser Saison ändern. «Rang drei am Kilchberger im vergangenen September hat gezeigt, dass ich mithalten kann», so Bösch. In dieser Saison schwingt er technisch besser als 2014. «Nach der Verletzung ging ich mit zu viel Angst ins Sägemehl. Diese habe ich überwunden.»

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