Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Im Endspurt für Olympia

Etwas mehr als einen Monat vor den Olympischen Spielen absolvierten die Turner in St. Gallen einen letzten Test. Dank starker Auftritte haben Pablo Brägger, Oliver Hegi und Eddy Yusof ihren Olympiaplatz wohl auf sicher.
Raya Badraun
Gleich mehrere Athleten, die um ein Olympiaticket kämpfen, stürzen in St. Gallen. (Bilder: Benjamin Manser)

Gleich mehrere Athleten, die um ein Olympiaticket kämpfen, stürzen in St. Gallen. (Bilder: Benjamin Manser)

TURNEN. Cheftrainer Bernhard Fluck hat die Qual der Wahl. Das ist spätestens seit der Schweizer Meisterschaft in St. Gallen klar. Fünf Athleten werden an den Olympischen Spielen in Rio antreten, doch weit mehr hätten die Chance auf ein Ticket. Die ersten drei Plätze scheinen zumindest besetzt zu sein. Oliver Hegi, Pablo Brägger und Eddy Yusof plazierten sich an den Titelkämpfen im Mehrkampf auf den vordersten drei Plätzen. Bereits an der EM in Bern gehörten sie zu wichtigen Punktelieferanten. Um sich zu schonen, traten sie gestern nicht mehr zu allen Gerätefinals an. «Die Belastung wäre zu gross», sagte Hegi. «Zudem lag der Schwerpunkt auf dem Mehrkampf, die Gerätefinals sind eine Zugabe.» Für den Aargauer und seine Kollegen ging es gestern vor allem darum, die Leistungen zu bestätigen und Sicherheit zu gewinnen.

Die restlichen Athleten kämpften hingegen um die verbleibenden Plätze. Ganz ideal verlief der Wettkampf für sie jedoch nicht. Der Berner Benjamin Gischard, der an der EM den Sprungfinal erreicht hatte, stürzte am Sonntag bei seinem zweiten Sprung. Am Pauschenpferd holte er dafür Silber. Marco Rizzo aus Embrach belegte im Mehrkampf den vierten Rang, jedoch mit grossem Abstand auf das Podest. Gestern verpasste er nach mehreren Stürzen eine Medaille. Auch der Zürcher Pascal Bucher konnte in St. Gallen nicht überzeugen. Für die Selektion zählt jedoch auch der erste Qualifikationswettkampf, welcher Anfang April stattfand. Dort war er am Pauschenpferd und am Barren der Beste. Der Aargauer Christian Baumann startete in St. Gallen aufgrund einer Blessur am Handgelenk nicht. Dennoch hat er dank seines starken Auftritts an der EM ebenfalls Chancen auf einen Olympiaplatz. In Bern holte er am Pauschenpferd überraschend die Bronzemedaille. Auch am Barren und Reck erreichte er damals den Final.

Letzte Probe vor Publikum

Nächste Woche wird der Schweizer Turnverband voraussichtlich seinen Selektionsvorschlag bei Swiss Olympic einreichen. Der Auftritt im Athletik Zentrum war damit die letzte Möglichkeit, sich für Olympia zu empfehlen – und das Programm vor Publikum zu testen. Bis zum Saisonhöhepunkt haben die Männer nur noch einen Vergleichswettkampf in Magglingen. Dabei treten sie gegen das brasilianische Nationalkader an, welches nächste Woche mit den Schweizern trainiert. Die Frauen hingegen absolvieren im Juli noch einen Länderkampf in Chemnitz. Dort wird Giulia Steingruber möglicherweise ihren neuen Sprung präsentieren. «Ich will mir aber nicht einen zu grossen Druck machen», sagte sie. In St. Gallen zeigte sie noch ihr altes Programm. Aufgrund der EM konnte sie den neuen Sprung erst seit zwei Wochen wieder trainieren. Dennoch triumphierte die 22-Jährige gestern am Sprung – und an den anderen Geräten. Trotz Sturz am Balken holte sie damit nach 2011 und 2013 zum drittenmal fünf Goldmedaillen an den Titelkämpfen.

Rio ist noch weit entfernt

Mit dem Fahrplan Richtung Rio ist Steingruber «im grossen und ganzen sehr zufrieden». Nächste Woche reist sie nach Mallorca in ein Trainingslager. Danach folgt der Endspurt in der Schweiz. Dabei geht es für die Turner vor allem darum, an den Übungen zu feilen und Sicherheit zu gewinnen. Zudem wollen sie noch «Schwierigkeiten in den Rucksack packen, damit wir etwas in der Hinterhand haben, falls wir den Final erreichen», sagte Brägger. Vorstellen kann er sich das jedoch noch nicht. Zu weit entfernt ist St. Gallen noch von Rio de Janeiro. «Vielleicht kommt das Gefühl ja nächste Woche, wenn wir mit den Brasilianern trainieren.»

Weitere Bilder auf tagblatt.ch.

Giulia Steingruber sichert sich alle fünf Goldmedaillen. Dies schaffte sie auch 2011 und 2013.

Giulia Steingruber sichert sich alle fünf Goldmedaillen. Dies schaffte sie auch 2011 und 2013.

Pablo Brägger, hier am Boden, zeigt im Athletik Zentrum seine schwierigsten Übungen.

Pablo Brägger, hier am Boden, zeigt im Athletik Zentrum seine schwierigsten Übungen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.