Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

«Ich würde wieder Kroatien wählen»

Die Schweizer Fussballer haben die EM-Qualifikation verpasst, und nicht einmal ein Schweizer Schiedsrichter wurde für das Turnier aufgeboten. Dennoch ist ein Schweizer mittendrin, allerdings trägt er das kroatische Trikot: Ivan Rakitic.
Markus Zahnd
Früher gegen, heute für Kroatien: In den Nachwuchsauswahlen trug Ivan Rakitic noch das Schweizer Trikot, dann entschied er sich für Kroatien. (Bild: ky/Karl Mathis)

Früher gegen, heute für Kroatien: In den Nachwuchsauswahlen trug Ivan Rakitic noch das Schweizer Trikot, dann entschied er sich für Kroatien. (Bild: ky/Karl Mathis)

FUSSBALL. Vor fünf Jahren enttäuschte Ivan Rakitic die Fussball-Schweiz. Der heute 24-Jährige gab damals bekannt, dass er künftig für die kroatische Nationalmannschaft spielen wolle, obwohl er alle Juniorenteams der Schweizer Auswahl durchlief. «Verräter» war dabei noch eine der netteren Beschimpfungen. Und wie Rakitic kürzlich zugab, werden er und seine Familie noch heute bedroht. Dabei ist ihm der Entscheid nicht leicht gefallen. «Ich habe letztlich auf mein Herz gehört.»

Vielleicht war der Ärger in der Schweiz derart gross, weil sich einige Jahre zuvor bereits Mladen Petric, der für die EM kein Aufgebot erhielt, für Kroatien entschieden hatte. Zumindest im Hinblick auf die EM in Polen und der Ukraine traf Rakitic die richtige Wahl, Kroatien schaffte im Gegensatz zur Schweiz die Qualifikation. Und der Mittelfeldspieler erhofft sich trotz den Gruppengegnern Spanien und Italien einiges: «Wir sind eine junge und hungrige Mannschaft, wir können ein gutes Turnier spielen.»

In Möhlin ein Haus gebaut

Dass die Schweiz nicht dabei ist, bedauert Rakitic. Schliesslich bezeichnet er sich selber noch immer als Schweizer, das Land sei seine Heimat. Und er hat unlängst in seinem früheren Wohnort Möhlin ein Haus gebaut, will später in die Schweiz zurückkehren.

Über Schalke nach Sevilla

Vorerst will Rakitic eine gute EM spielen und sich danach wieder auf seinen Club konzentrieren. Seit eineinhalb Jahren spielt er für den FC Sevilla, nachdem er 2007 den FC Basel in Richtung Schalke verlassen hatte. Mit seiner bisherigen Karriere ist Rakitic zufrieden, auch wenn er bald den Wechsel zu einem grösseren Club anstrebt. Zufrieden ist er auch mit dem Entscheid vor fünf Jahren: «Ich hätte gerne für die Schweiz gespielt. Aber müsste ich mich nochmals entscheiden, würde ich wieder Kroatien wählen.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.