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«Ich will kein Abschiedsspiel für mich»

Die Schweizer Nationalmannschaft geht ohne Mathias Seger in die Zukunft. Die immense Erfahrung des Rekordnationalspielers und die menschlichen Qualitäten des 38jährigen Uzwilers haben keinen Platz mehr. Den Rücktritt will Seger aber nicht verkünden.
Matthias Hafen

Herr Seger, nach 16 WM-Teilnahmen, vier olympischen Turnieren und insgesamt 305 Länderspielen werden Sie nicht mehr für die Nationalmannschaft aufgeboten. Wie enttäuscht sind Sie?

Mathias Seger: Eigentlich gar nicht. Ich war zuletzt bei den ZSC Lions noch sechster Verteidiger. Da konnte ich nicht erwarten, nochmals fürs Nationalteam aufgeboten zu werden.

Kein Schweizer hat mehr Spiele fürs Nationalteam absolviert als Sie. 2013 führten Sie das Team als Captain zu WM-Silber. Hätte man Sie nicht alleine wegen Ihrer Verdienste noch ein letztes Mal für die WM aufbieten sollen?

Seger: Irgendwann wird man einfach nicht mehr fürs Nationalteam aufgeboten. Das gehört zu einer Karriere dazu. Und ich will vom Nationalcoach nicht anders behandelt werden als andere im Team.

Aber Sie sind nicht irgendwer. Seit 1998 gehören Sie zur Nationalmannschaft, waren quasi die Seele des Teams. Viele Leute fordern nun ein Abschiedsspiel für Sie. Würden Sie das begrüssen?

Seger: Nein, ich will kein Abschiedsspiel. Für mich ist es okay, wie es abgelaufen ist. Ich verkünde auch nicht meinen Rücktritt aus dem Nationalteam.

Also bedeutet dies noch nicht das definitive Ende von Rekordnationalspieler Seger in der Schweizer Auswahl?

Seger: Wenn nächste Saison etwas Unglaubliches passieren würde und ich bei den ZSC Lions nochmals über Erwarten gut spielte, dann würde ich sicher gerne ins Nationalteam zurückkehren. Es bedeutete mir immer viel und das tut es jetzt noch. Aber ich bin realistisch genug, um meine Leistungen richtig einschätzen zu können.

Wie hat man Ihnen den Entscheid mitgeteilt, auf Sie zu verzichten?

Seger: Ich bin länger mit Nationaltrainer Patrick Fischer zusammengesessen. Wir haben etwa eine Minute über diese Sache geredet und dann eine Stunde über das Schweizer Eishockey im allgemeinen.

Also haben Sie gar nicht um Ihren Platz im Nationalteam gekämpft?

Seger: Ich sehe ein, dass die neuen Nationaltrainer nach vorne schauen müssen, eine Mannschaft aufbauen wollen für die Zukunft, auch im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2018 in Pyeongchang.

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