«Ich will auch 2018 antreten»

Nachgefragt

Drucken
Teilen

Roger Federer, wie ist es für Sie, ausgerechnet in Wimbledon den achten Titel gewonnen zu haben?

Das ist wirklich etwas sehr Anrührendes, Aussergewöhnliches. Wimbledon war immer mein Lieblingsturnier, und es wird auch immer mein Lieblingsturnier bleiben. Hier sind die Helden meiner Kindheit auf die Courts marschiert. Ich wollte den Spuren dieser Spieler folgen, mir hier meine Träume erfüllen. Es ist schön, jetzt wieder für ein Jahr der amtierende Wimbledon-Champion zu sein. Das ist ein richtig gutes Gefühl. Ich habe mir immer gewünscht, Teil der grossen Wimbledon-Geschichte zu sein. Und hier bin ich nun, mit Titel Nummer acht.

Wie sehr haben sie an dem Fortgang Ihrer Karriere gezweifelt, als sie letztes Jahr in Wimbledon wegfuhren, dann eine halbjährige Pause einzulegen hatten?

Mein Spiel war ja da, ich war nicht schlecht gewesen in dem Turnier. Es ging nur um die Gesundheit, und ich war guter Hoffnung, wieder fit zu werden, wieder um die grossen Pokale zu spielen. Ich war schon total glücklich, als ich vor dem Start in dieses Turnier die Anlage betrat. Es war ein erhebendes Gefühl.

Sie haben noch auf dem Centre Court gesagt, dass Sie hoffen, im nächsten Jahr wiederzukommen. Das klang nicht ganz überzeugend.

Nein, man kann ja nie sicher sein, was kommt. Aber mein Plan steht fest: Ich will hier auch 2018 antreten und den Titel verteidigen. Aber es gibt, das meinte ich damit, keine Garantien, wenn man 35 ist, bald sogar 36.

Was motiviert Sie in dieser Phase Ihrer Karriere am meisten?

Der Thrill, auf die grossen Bühnen unseres Sports zu marschieren, ist nie weggegangen. Ich habe noch so viel Spass daran wie vor fünf oder zehn Jahren. Auch das Reisen mit der Familie macht Spass, es ist nie eine Belastung gewesen für irgendjemanden. Deshalb mache ich ja auch überhaupt weiter. Weil die Familie Federer es als Ganzes will. (all)