«Ich vertraue meinem Körper»

Wegen akuter Rückenschmerzen stand der Einsatz von Roger Federer im Daviscup-Final gegen Frankreich in Frage. Nun aber tritt der Schweizer Teamleader im zweiten Einzel von heute gegen Gaël Monfils an. Fühlen Sie sich schon wieder zu hundert Prozent fit?

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Wegen akuter Rückenschmerzen stand der Einsatz von Roger Federer im Daviscup-Final gegen Frankreich in Frage. Nun aber tritt der Schweizer Teamleader im zweiten Einzel von heute gegen Gaël Monfils an.

Fühlen Sie sich schon wieder zu hundert Prozent fit?

Alle Antworten werde ich erst in der Begegnung mit Monfils haben. Ich bin jedenfalls schon einmal zufrieden, dass ich zu diesem wichtigen Spiel antreten kann. Das Ziel meiner Trainings in Lille war nicht, hundert Prozent zu geben. Am Tag vor einem Spiel nehme ich die Belastung im Training sowieso etwas zurück.

Es ist nicht das erste Mal, dass Sie mit Rückenschmerzen zu kämpfen haben. Macht Ihnen das Sorgen?

Das stimmt, Rückenschmerzen begleiteten mich immer mal wieder während meiner Karriere – übrigens schon zu Juniorenzeiten. So gesehen, kann ich auf einen grossen Erfahrungsschatz zurückgreifen. (schmunzelt) Das hilft mir insofern, dass ich heute genau weiss, wie weit ich mit der Belastung gehen kann und wo ich aufhören muss. Das wird es auch sein, was ich in der Partie gegen Gaël Monfils abwägen muss.

Wird diese Partie für Sie dadurch schwieriger?

Ich denke nicht. Selbst wenn ich hundert Prozent fit in dieses Spiel hätte gehen können, wäre es für mich schwierig geworden vor diesem Publikum gegen diesen starken Gegner. So gesehen hat mein Rücken die Situation nicht verschlechtert.

Wurde Ihnen Cortison verabreicht, um die Schmerzen zu lindern?

Und wenn es noch so wäre, dann würde ich Ihnen das nicht sagen. Jedenfalls hat sich meine Situation von Tag zu Tag verbessert. Wäre dem nicht so gewesen, hätten wir vielleicht eine andere Taktik aushecken müssen. Ich bin aber sehr erleichtert darüber, dass ich nun am Starttag antreten kann.

Gehen Sie nicht ein gesundheitliches Risiko ein, indem Sie heute antreten?

Ich weiss es ehrlich gesagt nicht. Wir werden sehen.

Hätten Sie heute auch gespielt, wenn es sich nicht um den Daviscup-Final handeln würde?

(Überlegt lange) Wenn ein solches Gesundheitsrisiko bestanden hätte, dass es den Rest meines Lebens beeinträchtigen würde, dann hätte ich sicher Forfait gegeben. Aber ich kenne Situationen wie diese und habe grosses Vertrauen in meinen Körper. (mat)