«Ich nehme mir keine Anzahl Tore vor»

Nachgefragt

Sergio Dudli
Merken
Drucken
Teilen

Heute um 20 Uhr Schweizer Zeit steht Nummer-1-Draft Nico Hischier erstmals in der NHL auf dem Eis. Er trifft mit New Jersey auswärts auf Colorado. Vor dem ersten Ernstkampf spricht der 18-Jährige über seine Vorfreude, seinen Start in Nordamerika und erzählt, wie er den ganzen Rummel um seine Person in den vergangenen Wochen wahrnahm.

Nico Hischier, wie fühlen Sie sich vor dem ersten Spiel in der NHL?

Die Vorfreude ist natürlich riesig, und ich bin gespannt, was mich alles erwartet. Ich habe aber keine grossen Erwartungen an mich selber, sondern möchte einfach ein gutes Spiel machen und zusammen mit meinen Teamkollegen den ersten Sieg feiern.

Sie haben in vier Testspielen stets getroffen und sich auf Anhieb einen Platz im Team gesichert. War das die per­fekte Vorbereitung?

Das kann man so sagen. Allerdings gibt es einen grossen Unterschied zwischen den Testspielen und der Regular Season, wo es um die Qualifikation für das Playoff geht. Es wird nochmals härter und schneller gespielt.

Solche starken Werte in der Vorbereitung erhöhen die ohnehin schon grossen Erwartungen noch mehr. Wie gehen Sie damit um?

Schon nach dem Draft war der Rummel um meine Person gross, da kam sehr vieles auf einmal auf mich zu. Aber jetzt ist es endlich so weit: Ich spiele mein erstes Spiel und kann meinen grossen Traum leben. Da lese ich nicht noch die Sachen, die über mich geschrieben werden und welche Erwartungen man an mich hat. Ich versuche, mich auf das Spiel zu konzentrieren und den Moment zu geniessen.

Wie wurden Sie von den neuen Teamkollegen bei New Jersey aufgenommen?

Sie sind sehr professionell und haben mir den Einstieg leicht gemacht. Sie wissen, dass ich ein junger Spieler bin, Erfahrungen sammeln muss und mich noch entwickeln kann. Viele sind auf mich zugekommen und haben gesagt, dass ich zu ihnen kommen kann, wenn ich Hilfe benötige.

Welche Ziele haben Sie sich für die erste Saison gesetzt?

Ich bin nicht der Typ, der sich grosse individuelle Ziele setzt oder sich viele Gedanken darüber macht. Ich versuche, mit meinem Team Erfolg zu haben. Entsprechend habe ich mir keine Anzahl Tore oder sonst einen Wert gesetzt, den ich erreichen will. Das ist für mich zweitrangig.

Sergio Dudli