«Ich liege nicht den ganzen Tag am Strand»

Der Gossauer Skirennfahrer Ralph Weber erfährt in den Ferien auf den Philippinen von seinem Aufstieg ins A-Kader. Im fernen Osten erholt sich der 23jährige Speed-Spezialist von einer von Verletzungen geprägten, aber auch erfolgreichen Saison. In zwei Wochen steigt Weber ins Sommertraining ein.

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Ralph Weber Skirennfahrer aus Gossau (Bild: Urs Bucher)

Ralph Weber Skirennfahrer aus Gossau (Bild: Urs Bucher)

Der Gossauer Skirennfahrer Ralph Weber erfährt in den Ferien auf den Philippinen von seinem Aufstieg ins A-Kader. Im fernen Osten erholt sich der 23jährige Speed-Spezialist von einer von Verletzungen geprägten, aber auch erfolgreichen Saison. In zwei Wochen steigt Weber ins Sommertraining ein.

Wie erholt sich ein Rennfahrer nach einer langen Saison?

Ich bin aktuell auf den Philippinen in den Ferien und reise durch das Land. Es ist das erste Mal, dass ich drei Wochen wegfahre. Im vergangenen Jahr hatte ich beispielsweise nur neun Tage Ferien zwischen Saisonende und dem Start der Vorbereitung.

Warum nehmen Sie sich nun eine längere Auszeit?

Meine Saison war erfolgreich und ich erfuhr vor einige Tagen, dass ich vom B- ins A-Kader aufsteige. Die längeren Ferien sehe ich einerseits als Belohnung für den erfolgreichen Winter an. Andererseits war ich in der vergangenen Saison zwei Mal verletzt. Die Verletzungen spüre ich noch immer. Deshalb habe ich in Absprache mit meinen Trainern entschieden, für einmal länger zu pausieren.

Schafft es ein Spitzensportler überhaupt, so lange auf Sport zu verzichten?

Ich liege auf den Philippinen nicht den ganzen Tag am Strand, sondern reise durchs Land. Trotzdem habe ich nun eine Woche nicht trainiert. Bald wird aber der Bewegungsdrang wieder kommen. Dann gehe ich joggen oder trainiere Rumpfkraft.

Was ändert sich für Sie mit dem A-Kader-Status?

Weil ich schon in der vergangenen Saison der Weltcup-Gruppe angehörte, bleibt vieles beim Alten. Finanziell werde ich ein bisschen vom höheren Kader profitieren. Und auch im Materialbereich werde ich etwas besser ausgerüstet.

Sie steigen in zwei Wochen ins Sommertraining ein. Wo liegen die Schwerpunkte?

Ich werde ähnlich vorgehen wie im vergangenen Jahr. Damals investierte ich viel Energie ins Techniktraining. Das hat sich gelohnt. Ebenfalls bin ich nicht ins Trainingslager nach Südamerika mitgereist. In diesem Jahr wird wohl das gesamte Team die Reise nicht antreten und stattdessen in Zermatt auf dem Gletscher trainieren. Das kommt mir entgegen, weil die Reisestrapazen und der Jetlag wegfallen. (chk)

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