Riesenslalomspezialist und FCSG-Fan Cédric Noger sagt über zweiten Platz: «Ich hoffe, dass der Funke in der kommenden Saison nochmals überspringt.»

Der Wiler Skirennfahrer Cédric Noger feilt derzeit im Gletschertraining an seiner Form. Daneben erfreute er sich zuletzt an den Leistungen des FC St.Gallen.

Ives Bruggmann
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Cédric Noger wechselte auf die neue Saison von Nordica zu Kästle. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Cédric Noger wechselte auf die neue Saison von Nordica zu Kästle. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Anthony Anex / KEYSTONE

Die Gletschertrainings im Sommer bringen für die alpinen Skirennfahrer die ersten Erkenntnisse für die Saison im Winter. Der Wiler Riesenslalomspezialist Cédric Noger über die Vorbereitung in den Walliser Bergen und weshalb er wegen des FC St.Gallen zehn Minuten lang geflucht hat.

Wie läuft es bei Ihnen im Schneetraining im Wallis?

Cédric Noger: Anfang Woche hatten wir ein wenig Wetterpech hier in Zermatt. Seit gestern ist das Wetter aber hervorragend. Mein Ziel ist es, in diesem dritten Trainingsblock fünf bis sechs gute Tage auf dem Schnee zu verbringen und möglichst viel zu profitieren.

Nach dem Skimarkenwechsel zu Kästle gibt es sicher einiges zu testen. Wie sind Sie zufrieden?

Cédric Noger

Cédric Noger

Gian Ehrenzeller / KEYSTONE

Im Sommer sollte man immer vorsichtig sein mit Prognosen. Der Schnee ist jeweils ganz anders als im Winter. Dennoch: Es läuft gut. Ich merke, dass im Ski richtig Zug drin ist. Zudem wurde von Seiten der Skifirma sofort auf meine Inputs reagiert. Die Zusammenarbeit mit dem Servicemann ist auf gutem Weg. Bis zu einem hundertprozentigen Vertrauen braucht es aber Zeit.

Wie geht es mit der Vorbereitung weiter?

Nach dem laufenden Gletschertraining gibt es noch einmal eine Schneepause. In dieser Zeit werde ich wieder intensiv an Kraft und Kondition arbeiten.

Sie sind glühender Anhänger des FC St.Gallen. Was sagen Sie zum Vizemeistertitel?

Ich freue mich einfach extrem. Nach dem Cup-Aus in Winterthur hatte ich ehrlich gesagt ein schlechtes Gefühl. Wir landeten nach den Trainings in Argentinien mit Swiss-Ski gerade zwischen, als ich das Resultat erfuhr.

«Ich habe zuerst einmal zehn Minuten lang geflucht.»

Was der FC St.Gallen dann aber gezeigt hat, war spitze und hat mir in den vergangenen Jahren als Fan ein wenig gefehlt.

Was meinen Sie damit?

Wie die Mannschaft marschiert ist und gekämpft hat. Das war einfach toll. Man hat gemerkt, dass sich die Spieler füreinander zerreissen. Besonders gut wurde das beim Torjubel sichtbar. Eine Finalissima wäre aus meiner Sicht verdient gewesen. Vor allem, wenn ich an den Penalty gegen die Young Boys denke, der wiederholt wurde. Wenn ich Zeit hatte, ging ich in dieser Saison, wie auch früher schon, immer ins Stadion. Nach dem Skifahren ist der FC St.Gallen meine zweite grosse Leidenschaft.

Was wünschen Sie als Anhänger dem FC St.Gallen für die Zukunft?

Ich hoffe einfach, dass der Funke nochmals so überspringt wie in der vergangenen Saison. Es ist schon bitter, wenn ich daran denke, wie viele Male das Stadion wohl ausverkauft gewesen wäre. Ich bin gespannt, wie der FC St.Gallen die Abgänge kompensieren kann. Cedric Itten war schon ein Glücksfall für den Verein. (ibr)

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