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«Ich hoffe, Curdin kommt zurück»

Ives Bruggmann, Interlaken

Bilanz Am Unspunnen-Schwinget zählt nur der Sieg. Dies, weil keine Kränze verteilt werden, wie sonst an Schwingfesten üblich. Deshalb fällt die Ausbeute der Nordostschweizer auf den ersten Blick ernüchternd aus: Berner Sieg, kein Nordostschweizer im Schlussgang. Und bei einem Gestellten hätte der Innerschweizer Joel Wicki geerbt.

Doch wer genauer hinschaut, sieht, dass die Schwinger aus dem Osten den Tagesverlauf durchaus mitgeprägt haben. Titelverteidiger Daniel Bösch beispielsweise präsentierte sich in blendender Verfassung, musste im ersten Gang aber akzeptieren, dass Christian Stucki der bessere Schwinger war. Am Ende liess sich der Zuzwiler vier Siege und Rang 4e notieren. Der Höhepunkt: sein Triumph im letzten Gang gegen Schwingerkönig Kilian Wenger. «Ein toller Abschluss für mich», sagte ein zufriedener Bösch. Noch nie habe er gegen Wenger gewinnen können, seit dieser Schwingerkönig sei. Die Chance auf den Festsieg vergab der St. Galler im vierten Gang gegen Remo Käser, dem er in einen Konter lief. Auch Beat Abderhalden, Technischer Leiter der Nordostschweizer, lobte Böschs «gutes Notenblatt» und attestierte seinem Schützling eine «absolute Spitzenleistung».

Wicki bestraft Orliks Ungeduld

Der zweite grosse Hoffnungsträger, der Bündner Armon Orlik, verblieb ebenfalls lange im Rennen um den Schlussgang. Doch seine Ungeduld bestrafte Wicki im fünften Gang gnadenlos. «Ich wollte den Kampf kurz halten», sagte Orlik. Dabei habe er schlicht zu viel Risiko genommen. Bei dieser Niederlage verletzte sich der Bündner an der Rippe und konnte das Fest nicht mehr zu Ende schwingen. Er gab aber Entwarnung: «Die Rippe ist nicht gebrochen.» Im Schlussgang stand der Überraschungsmann des Tages: Armons älterer Bruder Curdin. Nur tritt dieser seit dieser Saison für die Berner an, weil er in Kandersteg sesshaft geworden ist. «Ich hoffe, er kommt irgendwann wieder zurück», sagt Abderhalden über den Bündner, den er als einen der technisch besten und vielseitigsten Schwinger überhaupt bezeichnet.

Abderhaldens Ziel für 2019

Der Appenzeller Michael Bless, der Thurgauer Domenic Schneider und die Zürcher Samir Leuppi und Fabian Kindlimann rundeten die gute Leistung der Nordostschweizer Spitzenschwinger ab. Die zweite Garde überzeugte derweil weniger. Die letztklassierten zehn Schwinger, die nicht verletzt aufgeben mussten, stammen allesamt aus der Nordostschweiz. «Sie haben hier wichtige Erfahrungen für die Zukunft sammeln können», sagt Abderhalden. Mit dem verletzungsbedingten Fehlen des Thurgauer Mitfavoriten Samuel Giger und des Appenzellers Martin Hersche hadert er. «Aber das gehört dazu. Verletzungen kann es immer geben. Damit hatten auch die anderen zu kämpfen.» Gerade vor diesem Hintergrund ist der Technische Leiter «positiv überrascht» von seiner Mannschaft.

Das nächste grosse Ziel hat Abderhalden bereits im Visier: Das Eidgenössische Schwingfest in Zug 2019. «Ich werde alles dran setzen, dass wir dort den Schwingerkönig stellen.» Dann will er ernten, was in den vergangenen Jahren aufgebaut wurde.

Ives Bruggmann, Interlaken

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