«Ich habe verrückte Tage hinter mir»

Kaum Vater geworden, hat Geoffrey Tréand am Mittwoch in Luzern für den FC St. Gallen ein wichtiges Tor erzielt. Der 29jährige Franzose über seine Qualitäten als Freistossschütze, zu wenig Schlaf und die deutsche Sprache.

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Geoffrey Tréand Mittelfeldspieler FC St. Gallen (Bild: Urs Bucher)

Geoffrey Tréand Mittelfeldspieler FC St. Gallen (Bild: Urs Bucher)

Kaum Vater geworden, hat Geoffrey Tréand am Mittwoch in Luzern für den FC St. Gallen ein wichtiges Tor erzielt. Der 29jährige Franzose über seine Qualitäten als Freistossschütze, zu wenig Schlaf und die deutsche Sprache.

Kaum von einer Verletzung genesen, sind Sie Vater eines Buben geworden und haben den 1:0-Siegestreffer gegen Luzern erzielt. Sie müssen auf Wolke sieben schweben…

Ja, ich habe zwei ziemlich verrückte Tage hinter mir. Aber alles ist wunderbar verlaufen, ich bin einfach nur glücklich.

Sie führen selten Freistösse aus. Wie kam es am Mittwochabend zu Ihrem erfolgreichen Versuch?

Wir üben im Training oft Freistösse, auch ich schiesse sie immer wieder. Am Mittwoch sprachen wir uns nach dem Foulpfiff ab. Ich sagte, dass ich mich gut fühle. Ich habe es versucht – und voilà.

Ihr Tor nach der Geburt Ihres Sohnes ist der Beweis dafür, dass man auch Tore erzielen kann, ohne viel geschlafen zu haben.

Meine Frau und das Baby waren in der Nacht vor dem Spiel noch in der Klinik Stephanshorn. Ich hingegen habe die Nacht daheim verbracht, um zu möglichst viel Schlaf zu kommen. Von daher hatte ich genug Erholung.

Sie sind seit etwas mehr als einer Saison beim FC St. Gallen. Wie geht es Ihnen in der Ostschweiz?

Meine Frau und ich fühlen uns sehr wohl hier und haben ein wunderbares Umfeld gefunden. Unser Baby wurde hier gezeugt und ist hier zur Welt gekommen – Sie sehen also: alles bestens.

Und wie läuft es mit

der deutschen Sprache?

Es geht besser, obwohl Deutsch wirklich nicht einfach zu erlernen ist. Ich verstehe schon einiges und kann mich auch etwas ausdrücken. Aber natürlich muss ich noch Fortschritte machen.

Wie leben Sie damit, in St. Gallen kein unumstrittener Stammspieler zu sein?

Das ist Teil des Fussballs – auch auf anderen Positionen gibt es mehr Spieler, als zum Einsatz kommen können. Man muss kämpfen, um sich seinen Platz im Team zu verdienen.

Alle Anhänger des FC St. Gallen fragen sich angesichts der positiven Nebeneffekte jetzt natürlich, wann Sie das nächste Mal Vater werden.

Ich habe leider nur eine Frau, von daher kann ich nicht jede Woche Vater werden. Trotzdem hoffe ich natürlich, dass ich an diesen Saisonstart anknüpfen kann – ausgenommen natürlich die Verletzung, die ich mir in Sitten zugezogen habe. Ich möchte weitere Assists wie gegen Lugano geben und Tore wie in Luzern erzielen. (dwa)