«Ich akzeptiere heute, dass ich nervös bin»

Nach seinem überzeugenden Auftaktsieg gegen Jo-Wilfried Tsonga strotzt Stan Wawrinka vor Selbstvertrauen. Sie sagten vor dem Spiel, dass der Beginn wohl am härtesten sein wird. Das Gegenteil war der Fall. Wie erklären Sie sich das?

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Nach seinem überzeugenden Auftaktsieg gegen Jo-Wilfried Tsonga strotzt Stan Wawrinka vor Selbstvertrauen.

Sie sagten vor dem Spiel, dass der Beginn wohl am härtesten sein wird. Das Gegenteil war der Fall. Wie erklären Sie sich das?

Ich war selbst überrascht, dass es für mich so gut gelaufen ist. Denn ich habe seit den French Open im Mai nicht mehr auf Sand gespielt. Die Franzosen müssten diesbezüglich viel besser vorbereitet sein. Ich habe zuletzt an den ATP-Finals in London jedoch viel Selbstvertrauen getankt. So konnte ich Tsonga zeigen, dass ich der bessere Spieler auf dem Platz bin.

Sie schritten schon mit so breiter Brust auf den Platz, als wären Sie der Schweizer Teamleader. Fühlen Sie sich auch entsprechend?

Eigentlich fühlte ich mich am Morgen vor dem Spiel noch ziemlich mies. Es war nicht einfach für mich, den Erwartungsdruck vor dem Eröffnungsspiel auszuhalten. Ich akzeptiere heute, dass ich vor solchen Spielen nervös bin. Aber ich weiss, dass es der Spieler auf der Gegenseite auch ist. Meine grosse Erfahrung von der Profi-Tour hilft mir, Emotionen und Nervosität in Zaum zu halten.

Jo-Wilfried Tsonga sagte, die Schweizer Anhänger seien im Stadion deutlicher zu hören gewesen als das Heimpublikum. Teilen Sie diesen Eindruck?

Ja, dieses Gefühl hatte ich auch. Aber ich gab dem französischen Publikum auch keine Gelegenheit, etwas für ihn zu tun. Dass hatte damit zu tun, dass ich auf dem Platz schlicht der bessere Spieler gewesen bin. (mat)