Hugs WM-Titel ungültig

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Behindertensport Nachdem er bereits über 1500 m triumphiert hatte, fuhr Marcel Hug an der Leichtathletik-WM der Behindertensportler in London auch über 800 m als Erster über die Ziellinie. Doch das Rennen wird nicht gewertet und muss am Freitag wiederholt werden.

Im finalen Durchgang am Montag kam es nach 650 m zu einem Massensturz, in den vier der acht Athleten verwickelt waren. Ausgelöst wurde der Crash unmittelbar hinter dem führenden Marcel Hug durch Richard Chiassaro. Nach Studium der Videobilder disqualifizierte die Jury den fehlbaren Briten. Der Entscheid für die Wiederholung des Rennens basiert auf dem Prinzip der Chancengleichheit. Die gestürzten Fahrer wurden gemäss Juryentscheid im Kampf um die Medaillen unverschuldet ihrer Chancen beraubt. Chiassaro machte Hug für den Sturz mitverantwortlich. Der Schweizer habe zu früh nach innen gezogen. «Ich habe einen Radkontakt von hinten gespürt, bin mir aber nicht bewusst, einen Fehler begangen zu haben», sagte der 31-jährige Nottwiler über den Zwischenfall. Auch die Jury sah keinen Fehler des Schweizers. (sda)