HSC Kreuzlingen steigt in 1. Liga ab

HANDBALL. Mit einem enttäuschenden Auftritt in der Egelseehalle besiegeln die Männer des HSC Kreuzlingen ihre Relegation aus der Nationalliga B. Vor 365 Zuschauern unterliegen sie dem TV Möhlin diskussionslos mit 23:28 (10:14).

Markus Rutishauser
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Es half alles nichts mehr: Interimstrainer Alexander Mierzwa konnte seine Spieler nicht mehr zum Sieg führen. (Bild: Mario Gaccioli)

Es half alles nichts mehr: Interimstrainer Alexander Mierzwa konnte seine Spieler nicht mehr zum Sieg führen. (Bild: Mario Gaccioli)

Es war ein bitterer Abend für den HSC Kreuzlingen im letzten Heimspiel der NLB-Saison. Die Mannschaft von Interimstrainer Alexander Mierzwa agierte im «Spiel der letzten Chance» von der ersten Minute an nervös. Die routinierteren Gäste schienen ihr Nervenkostüm jedenfalls deutlich besser im Griff zu haben. Möhlin trat wacher und entschlossener auf, fand sogleich seinen Spielrhythmus und lag, angeführt von Spielertrainer und Topskorer Marcus Hock, schnell mit 4:2 vorne.

Gegnerischer Keeper top

Dagegen taten sich die Kreuzlinger im Angriff schwer, die Lücke in der kompakten Gästeabwehr zu finden. Mit unpräzisen und überhasteten Würfen schoss man den gegnerischen Keeper Flavio Wick richtiggehend warm. Dieser kam phasenweise auf eine Abwehrquote von nahezu 60 Prozent. Während sich der HSCK jeden Treffer hart erarbeiten musste, erzielten die Gäste immer wieder einfache Tore aus dem Rückraum. So führte Möhlin zwischenzeitlich mit bis zu fünf Längen (27./8:13). Diesen Vorsprung verwalteten die Fricktaler bis zum Pausenpfiff problemlos.

Chance verpasst

Wer auf eine klare Leistungssteigerung wie noch vier Tage zuvor in Steffisburg gehofft hatte, wurde enttäuscht. Die beste Phase hatten die Kreuzlinger, als ihre Spezialbewachung auf Goalgetter Hock einige Wirkung zeigte und sie wieder bis auf 15:17 aufschliessen konnten. Zweimal besassen sie in der Folge gar die Chance auf den so wichtigen Anschlusstreffer. Doch mit einem Fehlpass leitete ausgerechnet einer der Routiniers die Entscheidung ein. Mit dem Penaltytreffer und einer Zweiminutenstrafe kassierte der HSCK die Höchststrafe für diesen Lapsus. Nach dem 15:18 schien die Moral der Thurgauer definitiv gebrochen zu sein. Weitere Fehlwürfe und Ballverluste sowie clever herausgespielte Treffer der Gäste zum 16:22 (48.) ebneten den Weg in die bittere Niederlage. Der Sieg des TV Möhlin ging am Ende absolut in Ordnung. Matchentscheidend war rückblickend der Rückraum. Während bei Möhlin Marcus Hock und auch Tobias Stalder für viel Druck und erfolgreiche Abschlüsse sorgten, erzielte die Kreuzlinger Achse Kasumovic-Nikocevic-Kozak aus 30 Würfen lediglich acht Treffer. Damit steigt Kreuzlingen definitiv in die 1. Liga ab.

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