HSC Kreuzlingen ist Gruppensieger

Mit zwei Siegen über den SC Frauenfeld (30:29) und die BSG Vorderland (34:24) dürfen sich die Männer des HSC Kreuzlingen über den ersten Platz in der 1.-Liga-Gruppe 1 freuen. Der SC Frauenfeld verpasst den Einzug in die Finalrunde.

Markus Rutishauser
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Kreuzlingen (rot) konnte sich im Thurgauer Derby gegen Frauenfeld nur knapp durchsetzen. (Bild: Mario Gaccioli)

Kreuzlingen (rot) konnte sich im Thurgauer Derby gegen Frauenfeld nur knapp durchsetzen. (Bild: Mario Gaccioli)

Markus Rutishauser

sport@thurgauerzeitung.ch

Zusammen mit den Kreuzlingern werden aus der Gruppe 1 der SV Fides St. Gallen, die Seen Tigers Winterthur und die SG TV Appenzell die Finalrunde gegen die besten vier Mannschaften der Gruppe 2 bestreiten. Dies sind Handball Wohlen, der TV Muri, der TV Uster und GC Amicitia Zürich. Die Finalrunde beginnt am 21. Januar. Die beiden Topteams dieser Finalrunde bestreiten schliesslich die Aufstiegsplayoffs zur Nationalliga B.

Unterhaltsames Thurgauer Derby

Am Freitagabend gelang dem HSC Kreuzlingen gegen den SC Frauenfeld vor eigenem Publikum die Revanche für die 26:32-Niederlage in der Vorrunde. In einem hochspannenden, am Ende sogar dramatischen Derby vor rund 300 Zuschauern erwischten die Hafenstädter den weitaus besseren Start und lagen gegen nervöse und deshalb fehleranfällige Hauptstädter nach knapp 18 Minuten mit 11:5 vorne. In der Folge fiel der Leader aber einmal mehr in eines dieser unerklärlichen Zwischentiefs. In gleichem Mass wie der HSCK abbaute, fand Frauenfeld unter der Regie des Ex-Internationalen Mulele Kipili zurück ins Spiel. Am Ende retteten die Einheimischen einen knappen 14:13-Vorsprung in die Pause. Die Kreuzlinger Baisse fand nach dem Seitenwechsel ihre Fortsetzung, auch weil ausser Topskorer Noah Meisinger der Rückraum ohne Durchschlagskraft blieb. So konnten die Gäste das Blatt wenden und schienen mit einer 19:16-Führung im Rücken dem im Kampf um ein Finalrunden-Ticket so wichtigen Derbysieg entgegenzusteuern. Mit der Einwechslung des wirbligen Jonas Göhringer brachte Trainer Andy Dittert aber neuen Schwung in die Offensive des HSCK. Mit fünf Treffern in der Schlussviertelstunde hatte Göhringer denn auch einen wesentlichen Anteil an der Wende. Rund sieben Minuten vor Schluss lagen die Kreuzlinger wieder mit drei Treffern vorne. Doch Frauenfeld bewies erneut viel Moral, kämpfte verbissen und schaffte nochmals den Anschluss zum 26:27. Der durchaus verdiente Ausgleichstreffer wollte ihnen aber nicht mehr gelingen. Dies lag einerseits an nicht immer nachvollziehbaren Schiedsrichterentscheiden, andererseits aber auch an einigen Eigenfehlern. Schlussendlich brachten die Kreuzlinger den Derbysieg über die Ziellinie und wiesen damit den Kantonsrivalen aufgrund der Resultate in den anderen Hallen praktisch schon vor dem letzten Spieltag in die Abstiegsrunde.

Pflichtaufgabe erfüllt

Am späten Sonntagnachmittag erfüllte der bereits als Gruppensieger feststehende HSC Kreuzlingen auch noch seine letzte Pflichtaufgabe. Beim Tabellenvorletzten BSG Vorderland sicherten sich die Thurgauer beim schlussendlich noch deutlichen 34:24 (17:15) ihren zehnten Saisonsieg. Dabei setzte Trainer Andy Dittert über weite Strecken die zweite Garde ein. Als bester Torschütze etablierte sich Petar Roganovic mit sieben Treffern, auch weil Topskorer Noah Meisinger, der gegen Frauenfeld elf Tore erzielte, mehrheitlich auf der Ersatzbank sass.

Die Finalrunde beginnt für den HSC Kreuzlingen voraussichtlich am Samstag, 21. Januar, mit dem Heimspiel gegen die SG TV Appenzell. Bis dahin dürften zumindest zwei der vier Langzeitverletzten wieder fit sein. Marcel Briegmann und Zoltan Juhasz fehlten praktisch die gesamte Vorrunde. Routinier Milan Kozak sowie Kreisläufer Joel Gianotti fallen dagegen für den Rest der Saison aus.