Hofmann beendet seine Torflaute und der EV Zug löst als erstes Team das Playoff-Ticket

Vorne abgeklärt und hinten ein Bollwerk: Der EV Zug spielt sich in Playoff-Form und siegt gegen ein harmloses Lausanne mit 3:0.

Philipp Zurfluh
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Grégory Hofmann (links), Torschütze zum 2:0, jubelt mit Raphael Diaz.

Grégory Hofmann (links), Torschütze zum 2:0, jubelt mit Raphael Diaz.

Bild: Freshfocus (Zug, 11. Februar 2020)

Erleichterung pur bei Zugs Topskorer Grégory Hofmann: Sein Geschoss schlägt in der 52. Minute hinter Lausanne-Goalie Tobias Stephan ein. In seinem Schuss hatte sich viel Frust aufgestaut. Der Ausnahmestürmer lechzte nach einem Erfolgserlebnis. Er hatte zuvor in acht aufeinanderfolgenden Spielen nicht mehr getroffen. «Trotz viel Abschlusspech in den vergangenen Wochen habe ich immer an mich geglaubt und habe nie aufgegeben», zeigte sich der 29-Jährige nach dem Spiel erleichtert. Hofmann, der vergangene Saison mit 30 Toren den HC Lugano gefühlt im Alleingang in die Playoffs geführt hatte, ergänzte: «Defensiv liessen wir wenig zu und offensiv haben wir Geduld bewiesen. Wir müssen weiter hart an uns arbeiten und dürfen nicht nachlassen.»

Hofmanns 2:0 in doppelter Überzahl war quasi die Erlösung. Zuvor hatten es die Zuger verpasst gegen die über weite Strecken harmlosen Gäste für eine Vorentscheidung zu sorgen. Das hatte vor allem mit Lausanne-Goalie Tobias Stephan zu tun, der auf Seiten der Westschweizer zum Mann des Spiels ausgezeichnet wurde. Der Ex-Zuger kehrte zum zweiten Mal in dieser Saison an seine alte Wirkungsstätte zurück. Gegen seine ehemaligen Teamkollegen zeigte er, warum er einer der besten seines Fachs ist und mit knapp 93 Prozent die beste Fangquote aller Torhüter in der National League vorweist.

Leonardo Genoni feiert vierten Saison-Shutout

Einige mögen sich noch an die letzte Heimpartie gegen Lausanne erinnern, als die Zuschauer in Schockstarre verfielen. Bei der denkwürdigen 5:6-Niederlage waren die Zuger nach 13 Minuten mit 0:4 im Hintertreffen – Zug-Goalie Leonardo Genoni musste seinen Platz räumen.

«Das Spiel war nicht mehr in unseren Köpfen», sagte Genoni, der seinen vierten Shutout in dieser Saison feiern durfte. «Wir waren sehr konzentriert und haben vor allem im Boxplay eine starke Leistung gezeigt.» Genoni erinnerte die gestrige Partie an die vergangenen Playoffs, als die Zuger oftmals den Gegnern das Leben schwer machten. «Wir nehmen weiterhin Spiel für Spiel, aber wollen natürlich die Tabellenführung verteidigen», so der Goalie.

Der Tabellenführer startete gegen Lausanne wie die Feuerwehr und kam durch Jan Kovar und Lino Martschini zu zwei ausgezeichneten Abschlussmöglichkeiten. Viele Augen waren auch auf den norwegischen Neuzugang Andreas Martinsen gerichtet, der gegen den Tabellensechsten sein Debüt gab. Er setzte gleich zu Beginn eine Duftmarke und checkte seinen Gegenspieler furchtlos in die Bande. Auch die 6561 Zuschauer fanden Gefallen am norwegischen Nationalspieler. Jeder seiner Checks wurden vom Publikum bejubelt. Für ihn musste der Schwede Carl Klingberg auf der Tribüne Platz nehmen.

Grosser Jubel brandete dann in der 9. Minute auf, als Sven Leuenberger den Puck über die Torlinie befördern konnte. Ein Assist konnte sich Yannick Zehnder gutschreiben.

Mit den Westschweizern gastierte das zweitstärkste Auswärtsteam in der Bossard-Arena. Das Team von Coach Ville Peltonen gewann die letzten beiden Auswärtsspiele ohne Gegentreffer, bliebt gestern aber vor allem offensiv einiges schuldig. Den Schlusspunkt der Partie setzte Jérôme Bachofner mit dem 3:0 in Überzahl. Der EV Zug qualifiziert sich damit als erste Mannschaft für die Playoffs.