Hoffnungen ruhen auf Holdener

Wendy Holdener überzeugt in dieser Saison durch konstant gute Leistungen. Vor dem WM-Slalom heute verspürt die 19jährige Schwyzerin aber keinen Druck.

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Wendy Holdener (Bild: ky/Jean-Christophe Bott)

Wendy Holdener (Bild: ky/Jean-Christophe Bott)

SKI ALPIN. Die Hauptprobe für die WM ist Wendy Holdener gelungen. Ende Januar trat die 19-Jährige am City Event in Moskau an. Sie beendete das Parallelrennen auf dem vierten Rang und setzte sich auf dem Weg dazu im direkten Zweikampf gegen Tina Maze durch. Die Slowenin führt die Gesamtweltcup-Wertung an.

Piste kommt Holdener entgegen

Holdener sagt: «Ich habe in dieser Saison einen Schritt nach vorne gemacht.» Die Schwyzerin überzeugte in diesem Winter mit Konstanz. Im Slalom schied sie bei sieben Weltcup-Starts nie aus und fuhr immer unter die ersten 20. Ihr bestes Ergebnis war ein neunter Rang Ende Dezember in Semmering. Deshalb ist Holdener die Schweizerin, die heute im WM-Slalom die grössten Chancen auf eine Spitzenplazierung besitzt. Neben ihr startet nur noch die 19jährige Michelle Gisin. «Daran denke ich nicht. Ich will einfach gut fahren, und am Ende wird dann abgerechnet», so Holdener. Der schwierige Hang in Schladming scheint ihr entgegenzu- kommen. Im Team-Wettkampf am vergangenen Dienstag war sie die einzige aus der Schweizer Equipe, die ihren Lauf für sich entscheiden konnte.

Lernen, ans Limit zu gehen

Druck verspürt Holdener an der WM nicht. Aus ihrer Sicht ist ein Grund für ihre konstante Saison, dass sie von den Trainern nie unter Druck gesetzt wurde. «Ich starte nie und denke: Ich muss schnell sein. Ich will immer Vollgas geben. Sonst gewinnt man nie etwas», so die Schwyzerin. Will sie einen weiteren Schritt in Richtung Spitze machen, muss sie etwas verbessern: «Bisher bin ich in gewissen Situationen zu wenig am Limit gefahren. Das muss ich noch lernen.» Die WM wäre die Gelegenheit, diesen Lernprozess zu beginnen: Denn zu verlieren hat Holdener nichts. (chk)

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