Hoffen auf einen eidgenössischen Kranz

Mit zehn Thurgauern und zwei Ersatzschwingern ist die Teilnehmerzahl im 278köpfigen Starterfeld am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest vom kommenden Wochenende in Burgdorf aus Thurgauer Sicht so hoch wie noch nie.

Hanspeter Krähenbühl
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SCHWINGEN. Die Erwartungen der Thurgauer Athleten sind vor der Rekordkulisse von 52 000 Zuschauern sehr unterschiedlich. Um einen der rund 40 abzugebenden Kränze werden nicht manche Thurgauer kämpfen können.

Nach seiner sechswöchigen (Knie-)Verletzungspause und seinem starken Comeback auf der Schwägalp darf man von Stefan Burkhalter wieder einiges erwarten. Für den bald 39jährigen Routinier aus Homburg ist das Esaf in Burgdorf das erklärte Ziel. Gegen den schon zweifachen «Eidgenossen» Burkhalter spricht, dass ein zweitägiger Wettkampf im fortgeschrittenen Alter nicht einfacher zu bewältigen ist, dennoch sollte es für ihn möglich sein, um einen Kranz zu kämpfen.

Für den «Eidgenossen» Beni Notz, Sieger am Schaffhauser Kantonalen Schwingfest in diesem Jahr, sollte dies mit seinen 29 Jahren weniger Probleme machen. Für das 128 Kilo schwere Kraftpacket aus Güttingen gilt die Kranzbestätigung von Frauenfeld als Ziel.

Der Frauenfelder Tobias Krähenbühl und Mario Schneider aus Friltschen gehören zu den erfolgreichsten Thurgauer Athleten in der laufenden Saison. Den beiden darf durchaus der Kranzausstich und somit die Teilnahme an allen acht Gängen zugetraut werden. Auch Ernst Bühler (Amriswil) kann an einem guten Wettkampftag über sich hinauswachsen und der junge Michael Steiner aus Bissegg ist an manchen Schwingfesten kaum zu bezwingen.

Mit 19 Jahren der jüngste Thurgauer Teilnehmer ist Domenic Schneider aus Friltschen. Für ihn wie auch für den erfahrenen Güttinger Hans Notz, den Amriswiler Hannes Bühler und Martin Koller aus Schönholzerswilen ist bereits die Qualifikation für diesen Grossanlass ein schöner Erfolg. Trotzdem kann man auch von ihnen den einen oder anderen gewonnenen Kampf erwarten. Mit etwas Glück (oder Verletzungspech eines anderen Nordostschweizer Schwingers) könnten auch Marc Zbinden aus Eschlikon und der Frauenfelder Christoph Schweizer zum Einsatz kommen.