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Hoffen auf den perfekten Abend

Der FC Basel steht in seinem dritten Champions-League-Achtelfinal vor einer Herkulesaufgabe. Der heutige Gast Manchester City ist die derzeit vielleicht weltbeste Mannschaft.
Markus Brütsch
Basel-Trainer Raphael Wicky vor dem Vergleich mit Manchester City: «Mein Team weiss, was es kann.» (Bild: Georgios Kafelas/KEY)

Basel-Trainer Raphael Wicky vor dem Vergleich mit Manchester City: «Mein Team weiss, was es kann.» (Bild: Georgios Kafelas/KEY)

Markus Brütsch

Seit dem Champions-League-Début des FC Basel im September 2002 sind schon viele prominente Gäste im St.-Jakob-Park erschienen. Aus England war Manchester United gar schon dreimal zu Besuch, der FC Liverpool zweimal und je einmal waren Chelsea sowie Arsenal da. Heute nun also folgt Manchester City. Obwohl der FC Basel, inklusive Qualifikationsspiele, schon 80-mal in diesem Wettbewerb angetreten ist, hat ihn das Los noch nie mit Manchester City zusammengebracht. Doch ausgerechnet jetzt, wo die Citizens den bisherigen Höhepunkt des Schaffens von Pep Guardiola erreicht haben, kommt es zur Premiere. Sie kreuzen im Europacup erstmals überhaupt die Klingen mit einem Schweizer Team.

Es ist in den vergangenen Tagen schon viel geschrieben worden über das Wunderteam aus der Premier League, das den Meistertitel angesichts von 16 Punkten Vorsprung schon so gut wie im Sack hat. Und umso gieriger nach dem Henkelpott der Königsklasse greift. «Ich habe in England noch nie eine solch starke Mannschaft gesehen», sagt Eldin Jakupovic, «und ich bin immerhin schon sechs Jahre auf der Insel.» Der Torhüter aus dem Kader von Leicester berichtet topaktuell, ist er doch am Samstag beim 1:5 gegen die City auf der Ersatzbank der Foxes Zeuge des grossen Auftritts des Leaders gewesen. «Sie haben mich unglaublich beeindruckt. Jeder Akteur weiss haargenau, wo der Mitspieler hinläuft; alle Zahnrädchen greifen perfekt und wie geölt ineinander», sagt der 33-Jährige. «Ich habe in der vergangenen Saison mit Hull gegen sie gespielt, aber jetzt befinden sie sich noch einmal auf einem klar höheren Level.»

Mit Umschaltspiel zum Erfolg?

Was würde Eldin Jakupovic antworten, sollte ihn der Basler Trainer Raphael Wicky um einen Tipp bitten? Es bleibt eine Weile still in der Leitung, dann sagt der Glarner: «Die Mannschaften hier haben schon mit den unterschiedlichsten Systemen und Taktiken ihr Glück versucht — fast immer vergeblich.» Immerhin: Liverpool (4:3) und zuletzt Burnley (1:1) hatten mit schnellem Umschaltspiel Erfolg. Würde Jakupovic in der Verteidigung eine Fünfer- oder eine Viererkette aufs Feld schicken? «Wir spielten in der ersten Halbzeit mit einer Fünferkette, und da stand es 1:1. Um das Zentrum gegen den überragenden Spielmacher Kevin de Bruyne zu stärken, wechselte unser Trainer auf eine Viererkette», berichtet Jakupovic. «Was passierte, ist bekannt.»

«Basel sollte den Abend einfach geniessen»

Angst einjagen möchte er den Baslern jedoch nicht. «Sie sollten den Abend von A bis Z einfach geniessen. Gegen eine solche Mannschaft tritt man vielleicht einmal im Leben an», sagt Jakupovic. Wicky sagt: «Für ein gutes Resultat brauchen wir einen perfekten Abend und Mut. Mein Team weiss, was es kann. Die zwölf Punkte in der Gruppenphase geben uns Selbstvertrauen.» Aber Wicky weiss, dass es ein Wunder bräuchte, um gegen die vielleicht weltbeste Mannschaft erstmals den Viertelfinal zu erreichen. In den bisherigen Achtelfinals sind die Basler 2012 an Bayern und 2015 am FC Porto gescheitert. 2002 standen sie ebenfalls unter den letzten Sechzehn, allerdings in einer Zwischenrunde.

Betreffend Einnahmen hat Basel mit dem Achtelfinal-Antritt 6,9 Millionen Franken auf sicher. Für das Erreichen des Viertelfinals kämen 7,5 Millionen dazu. Nachdem man 14,6 Millionen Franken an Gage für das Bestreiten der Gruppenphase eingestrichen hatte, brachten ihm die vier Siege 6,9 Millionen Franken ein. Bis jetzt stehen also 28,4 Millionen Franken an Prämien zu Buche. Mit den Zuschauer- und TV-Einnahmen dürfen die Basler bisher mit gegen 40 Millionen Franken rechnen.

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