HOCKEY THURGAU: Wichtiger Heimsieg gegen Lieblingsgegner

Mit dem 3:2 über Winterthur gelingt Hockey Thurgau vor 1131 Zuschauern der erst vierte Heimsieg. Das Team von Stephan Mair schliesst damit bis auf vier Punkte zu den Playoffplätzen auf.

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Thurgauer Jubel kurz vor dem Jahreswechsel. (Bild: Sports-Media.ch)

Thurgauer Jubel kurz vor dem Jahreswechsel. (Bild: Sports-Media.ch)

Am letzten NLB-Spieltag des Jahres lief in den anderen Hallen alles nach dem Gusto der Ostschweizer. Sämtliche direkte Widersacher im Kampf um eine Playoff-Teilnahme verloren. Erstmals profitierten die Thurgauer nun aber von dieser Schützenhilfe. Sie bezwangen Winterthur im vierten Saisonduell zum dritten Mal. Einziger Wehmutstropfen für Thurgau war, dass man beide Gegentreffer in Überzahl kassierte. Das Team von Stephan Mair startet am Montag mit dem Gastspiel bei Leader HC La Chaux-de-Fonds ins neue Jahr.

Aussetzer rasch korrigiert
Die Zuschauer sahen im Derby eine Startphase mit vielen Offensivaktionen, wobei im Abschluss hüben wie drüben noch die Präzision fehlte. Die bis dahin grösste Chance bot sich Eric Arnold während des ersten Powerplays, doch scheiterte er aus zentraler Position am wachen Gästekeeper Remo Oehninger. Stattdessen geriet Thurgau kurz darauf in Rückstand. Routinier Andreas Küng unterlief an der offensiven blauen Linie ein fataler Fehler, den Winterthurs Topscorer Gian-Andrea Thöny zum Shorthander nützte. Nach starker Vorarbeit von Eric Himelfarb glich Verteidiger Sacha Wollgast aber nur zweieinhalb Minuten später zum 1:1 aus. Danach besass Thurgau die grösseren Spielanteile, musste allerdings froh sein, nicht erneut in Rückstand zu geraten. Eine Minute vor der ersten Sirene ging Thöny im Slot vergessen, doch scheiterte er dieses Mal in zwei Anläufen an HCT-Schlussmann Sascha Rochow.

Thurgauer Doppelschlag
Mit einem Doppelschlag innerhalb von knapp vier Minuten lenkte Thurgau die Partie nach Wiederbeginn schnell in die gewünschten Bahnen. Zuerst erwischte Andri Spiller den Winterthurer Keeper nach einem Bandenabpraller und dann reüssierte Adrian Brunner im Powerplay. Wenige Sekunden zuvor hatte Himelfarb den Pfosten getroffen. Zwar drückten die Zürcher danach wieder aufs Tempo, doch klare Möglichkeiten zum Anschlusstreffer blieben aus. Weitere Tore fielen im Mitteldrittel nicht, weil beide Torhüter souverän agierten und die wenigen Schüsse auf ihren Kasten zu ungenau ausfielen. Dafür kassierte HCT-Topscorer Mike Vaskivuo 17 Sekunden vor Drittelsende noch eine umstrittene Strafe.

Zweiter Shorthander zu spät
Die Thurgauer mussten den dritten Abschnitt damit in Unterzahl beginnen. Winterthur installierte sich zwar vielversprechend in der Offensivzone, wirklich gefährlich wurde es aber selten. Gegen kämpferisch einmal mehr überzeugende Ostschweizer, die nun auch den Slot vor Rochow entschlossen verteidigten, fehlte dem Team von Michel Zeiter die spielerischen Mittel. Zudem liessen auch beim zuvor überragenden Thöny die Kräfte nach. Seine gefährlichen Antritte, welche bis zur Spielhälfte für die meiste Gefahr sorgten, wurden immer seltener. Nach überstandener Unterzahl verpasste Toms Andersons die Entscheidung in diesem Derby knapp acht Minuten vor Schluss nur um Zentimeter. Wirklich in Bedrängnis kamen die Thurgauer in der Schlussphase nicht mehr. Der Anschlusstreffer fiel erst zwei Sekunden vor Schluss und war nurmehr Resultatkosmetik.

Hockey Thurgau – EHC Winterthur 3:2 (1:1, 2:0, 0:1)
Güttingersreuti, Weinfelden. – 1131 Zuschauer. – Sr. Erard, Oggier; Progin, Wolf.
Tore: 7. Thöny (Ausschluss Theodoridis!) 0:1. 9. Wollgast (Himelfarb, Spiller) 1:1. 22. Spiller (Andersons, Himelfarb) 2:1. 26. A. Brunner (Wollgast; Ausschluss Büsser) 3:1. 60. (59:58) Ganz (Gähler, Oehninger; Ausschluss Thöny!) 3:2.
Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen Thurgau, 9-mal 2 Minuten gegen Winterthur.
Thurgau: Rochow; Glauser, Wollgast; Parati, R. Bucher; Wildhaber, Nater; Arnold, A. Brunner, Vaskivuo; Spiller, Himelfarb, Andersons; Engler, Küng, Wyss; Müller, Bahar, Wieser.
Winterthur: Oehninger; Leu, Gähler; Büsser, Molina; Roos, Hurter; Bircher, Zuber; Beeler, Wichser, Hutchings; Thöny, Keller, Ganz; Hartmann, Theodoridis, Staiger; Zahner, Schärer, Steinauer.
Bemerkungen: 26. Pfostenschuss Himelfarb. – 50. Time-out Winterthur. - Thurgau ohne Rohner und Gossweiler (verletzt); Winterthur ohne Lemm (krank), Furrer (verletzt), Homberger und Bader (Kloten).