HOCKEY THURGAU: Deswegen brennt der Baum noch nicht

Thurgaus NLB-Eishockeyaner verlieren das Weihnachtsspiel in Martigny 3:4. Im Kampf um den letzten Playoff-Platz sind die Ostschweizer aber dabei.

Matthias Hafen/Martigny
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Noch ist nicht aller Tage Abend bei Hockey Thurgau. (Bild: SPORTS-MEDIA.ch)

Noch ist nicht aller Tage Abend bei Hockey Thurgau. (Bild: SPORTS-MEDIA.ch)

Es fehlte nicht viel, und Hockey Thurgau hätte im Auswärtsspiel gegen den NLB-Fünften Martigny einen Punkt entführt. Doch die Walliser verteilten im letzten Spiel vor Weihnachten keine Geschenke. Dimitri Malgin verwertete 135 Sekunden vor Spielende ein Powerplay zum 4:3-Schlussstand.

Am Ende wurde Thurgau eine Strafe gegen Toms Andersons zum Verhängnis. Doch die Ostschweizer zehrten während des ganzen Spiels von ihrem Glück und mussten sich mehrere Male bei Goalie Sascha Rochow bedanken, der seine Mannschaft immer wieder im Spiel hielt. Martigny spielte zwar mit dem ehemaligen Thurgauer Nicola Aeberhard, der Nummer zwei, im Tor. Dennoch war das Heimteam sehr stark. Umso mehr erstaunte es, dass die kämpferischen Thurgauer bis zur zweiten Drittelspause dank zwei Powerplay-Treffer von Mike Vaskivuo und Eric Arnold ein 1:3 aufholen konnten. Noch im ersten Drittel hatte Silvan Wyss einen Schuss von Andreas Küng zum 1:1 abgelenkt.

Noch stehen drei Gegner vor der Sonne
Für Thurgau zeichnet sich nun ab, was vor der Saison bereits erwartet wurde. Die Mannschaft von Trainer Stephan Mair befindet sich mitten im Kampf um den achten und letzten Playoff-Platz. Die ersten sieben Mannschaften sind dem Rest punktemässig bereits entwischt. Noch bis zum Qualifikationsende am 12. Februar hat Thurgau Zeit, um der aktuell achtplatzierten EVZ Academy auf den Pelz zu rücken. 18 Runden sind noch zu absolvieren, und der Rückstand von sieben Punkten ist durchaus wettzumachen. Soweit die gute Nachricht.

Jedoch befindet sich Thurgau in einer unvorteilhaften Lage. Auch die unter dem Trennstrich klassierten GCK Lions und Winterthur haben Platz acht anvisiert. Und beide sind in der Tabelle noch vor Thurgau klassiert.

Ohne Exploits geht es nur schleppend voran
Den spielerisch limitierten Ostschweizern fehlen die Erfolgserlebnisse gegen Mannschaften auf den vorderen Tabellenrängen. Insofern war auch der Auftritt in Martigny bezeichnend. Trotz viel Einsatz resultierten am Ende einmal mehr keine Punkte. Die nächste Chance bietet sich Thurgau am Dienstag, 27. Dezember, vor eigenem Publikum gegen Ajoie.