Hochkarätige Premiere

Ab heute messen sich in St. Gallen die besten europäischen Männer-Curlingteams. Aushängeschild ist die Mannschaft des WM-Zweiten Tom Brewster aus Schottland. Mit dabei ist aber auch der Schweizer Aufsteiger des Jahres Benoît Schwarz.

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Der 20jährige Schweizer Benoît Schwarz spielt bei seinem WM-Début in Basel zum Teil ausgezeichnete Steine. (Bild: ky/Georgios Kefalas)

Der 20jährige Schweizer Benoît Schwarz spielt bei seinem WM-Début in Basel zum Teil ausgezeichnete Steine. (Bild: ky/Georgios Kefalas)

CURLING. Heute um 13.30 Uhr beginnt in der Eishalle Lerchenfeld der Final der Curling Champions Tour 2011/12. Zum erstenmal überhaupt wird der Sieger dieser Turnier-Serie in einem Final ermittelt. Das Teilnehmerfeld ist hochkarätig. In St. Gallen beteiligen sich bis am Samstag die besten sechs Curling-Teams Europas. Fehlen wird lediglich die in der Jahreswertung erstklassierte Mannschaft aus Schweden um Skip Niklas Edin. Die Skandinavier wurden nach Kanada an den Weltfinal eingeladen, der an denselben Tagen ausgetragen wird wie das Turnier in St. Gallen. Auch der zweifache Weltmeister David Murdoch musste absagen, weil er verletzt ist. Der Schotte wird vertreten durch seinen Landsmann Logan Gray.

Die Aushängeschilder des Turniers sind die WM-Zweiten aus Schottland um Tom Brewster und die WM-Vierten des Norwegers Thomas Ulsrud, Silber-Gewinner an den Olympischen Spielen in Vancouver 2010. Zwei Wochen nach den Welttitelkämpfen in Basel reisen die Teams erneut in die Schweiz. «Wir sind überzeugt, den Curlingspielern einen tollen Saisonabschluss mit einem Turnier auf hohem Niveau bieten zu können», sagt OK-Präsident Marco Battilana. Ausgeschüttet wird eine Preissumme von 40 000 Kanadischen Dollar. St. Gallen hat die Zusage erhalten, dieses Finalturnier dreimal organisieren zu dürfen.

Lichtblick Schwarz

Mit dabei sein wird auch der Schweizer Aufsteiger des Jahres, der 20jährige Benoît Schwarz. Er gehört der Mannschaft von Peter De Cruz an. Die Genfer sind die Gold- und Silbermedaillengewinner der Junioren-WM 2010 und 2011. Schwarz war an der Elite-WM in Basel der Ersatzmann. Er bestritt auf der vierten Position sechs Spiele und wurde zum Publikumsliebling. Schwarz war einer der wenigen Lichtblicke. In St. Gallen vertritt auch das Team des Adelbodners Sven Michel die Schweiz.

Die Curling Champions Tour (CCT) entwickelte sich aus der World Curling Tour Europe und hat ihren Ursprung in der North American World Curling Tour. Die CCT der Männer und Frauen findet jährlich in Europa und Nordamerika statt. Sie ist vergleichbar mit der Champions League im Fussball. Für die Organisation dieses Grossanlasses haben sich alle Curling-Clubs in und um St. Gallen zusammengetan. Innerhalb von kurzer Zeit organisierten sie diesen Anlass.

Mit den Breitensportlern

Einmalig am European Masters wird sein, dass die Spiele der Elite während des grossen Frühlingsturniers St. Gallen Open stattfinden, das bereits zum fünftenmal ausgetragen wird. Parallel zu Europas besten Curlingspielern werden sich Breitensportler aus der ganzen Schweiz messen.

Das Eissportzentrum Lerchenfeld, das rund 800 Zuschauern Platz bietet, wurde in den vergangenen Tagen in eine Curling-Arena umgestaltet. Da die Halle nur von Mitte Oktober bis Ende März geöffnet ist, wurde das Eis neu aufgetragen. (red.)

www.europeanmasters.ch

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