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HISTORISCH: Aus der Garderobe zum Titel

Mark Streit gewinnt mit Pittsburgh nach den Goalies David Aebischer und Martin Gerber als erster Schweizer Feldspieler den Stanley Cup. Für Nashvilles Roman Josi, Yannick Weber und den verletzten Kevin Fiala platzt dieser Traum mit der 0:2-Heimniederlage.
Sascha Fey (sda), Nashville
Pittsburghs Clublegende Sidney Crosby hält voller Stolz die Stanley-Cup-Trophäe in die Höhe. (Bild: Mark Humphrey/AP)

Pittsburghs Clublegende Sidney Crosby hält voller Stolz die Stanley-Cup-Trophäe in die Höhe. (Bild: Mark Humphrey/AP)

Sascha Fey (SDA), Nashville

Pittsburgh verteidigte als erste Mannschaft seit den Detroit Red Wings im Jahr 1998 den Titel in der NHL und holte zum fünften Mal den Stanley Cup. Als einer der ersten durfte Mark Streit den Pokal nach dem 4:2-Sieg in der Serie in die Höhe stemmen. Das freute den 39-jährigen Berner besonders, da er sich im Playoff mit einer Nebenrolle begnügen musste und im Final nie zum Einsatz kam. Streit sagte: «Es zeigt, wie die Jungs im Team sind. Sie schätzen es, wenn ein Spieler mit einer nicht so einfachen Rolle seine Sachen macht und positiv ist.» Nach den Regularien der NHL erscheint der Name von Streit nicht auf dem Pokal. Dafür hätte er in einer Finalpartie auflaufen oder mindestens 41 Partien in der Qualifikation bestreiten müssen. Letzteres war nicht möglich, da er erst Anfang März von Philadelphia via die Tampa Bay zu den Penguins getradet worden war.

Dennoch sieht Streit sich zu Recht als Stanley-Cup-Sieger, schliesslich ist er ein Teil des Teams. «Ein Traum geht in Erfüllung», sagte Streit, der sich die Partie in der Garderobe ansah. «Ich war noch nie so nervös, habe noch nie so mitgelitten an einem Spiel, an dem ich nicht mittun konnte», so der Verteidiger. Als dann in der 59. Minute das erlösende 1:0 durch Patric Hörnqvist fiel, sei er durchgedreht. Seinen Teamkollegen zollt er allerhöchste Anerkennung: «Zweimal hintereinander den Titel zu holen, ist enorm schwer.» Was Streit mit dem Pokal macht, falls er ihn für 24 Stunden erhalten sollte, dar­über hat er sich noch keine Gedanken gemacht, da er Tag für Tag nimmt. Auch die Zukunft steht noch in den Sternen, läuft doch der Vertrag aus. Streit würde nach Möglichkeit gerne noch ein bis zwei Saisons anhängen, allerdings nur in der NHL.

Vermeintliche Führung für Nashville

Dabei hatte noch in der 22. Minute Colton Sissons das vermeintliche 1:0 für Nashville erzielt, doch die Schiedsrichter hatten das Tor nach einem zu frühen Pfiff nicht gegeben. Auch deshalb gelang es den Predators nach dem 0:6 im fünften Finalspiel zum zweiten Mal in Folge nicht, Pittsburghs Goalie Matt Murray zu bezwingen – auch nicht während einer doppelten Überzahl. «Es war ein sehr ausgeglichenes Spiel», sagte Roman Josi. «Wir hatten ein paar gute Chancen, sie machten jedoch das Tor.» Der Berner Verteidiger stand bei beiden Gegentreffern auf dem Eis; das 0:2 von Carl Hagelin 14 Sekunden vor der Schlusssirene war ein Schuss ins leere Tor.

Die Enttäuschung bei Josi wog schwer. Dabei hatte vor dem Playoff nicht erwartet werden können, dass Nashville so weit kommen würde. Die Predators spielten eine durchzogene Qualifikation, belegten ligaweit lediglich Rang 16. In der entscheidenden Meisterschaftsphase waren sie dieses Mal aber bereit, nachdem die 1998 gegründeten Predators zuvor nie über die Viertelfinals hinausgekommen waren. Die Euphorie in der Stadt war entsprechend gross. «Wir können stolz sein, wie wir die gesamten Playoffs gearbeitet haben», so Josi. «Das ganze Team zeigte einen grossen Effort. Im Moment ist es allerdings schwierig, nach vorne zu schauen. Es ist hart.»

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