Hinten dicht, vorne kaltschnäuzig: Der FC Abtwil-Engelburg gewinnt das Regiomasters in der Kreuzbleiche

Der FC Abtwil-Engelburg gewinnt erstmals das Regiomasters des FC Fortuna. Im Final bezwingen die St.Galler den FC Amriswil 2:1 nach Verlängerung.

Ives Bruggmann
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Der FC Abtwil-Engelburg gewinnt das Regiomasters. (Bild: Urs Bucher/TAGBLATT)

Der FC Abtwil-Engelburg gewinnt das Regiomasters. (Bild: Urs Bucher/TAGBLATT)

Beim Fussballclub Abtwil-Engelburg läuft es. Die Mannschaft aus der 2.Liga regional gewinnt das bestbesetzte Hallenfussballturnier der Region zum ersten Mal überhaupt. Damit knüpft das junge Team von Trainer Marc Blumer nahtlos an den überzeugenden Leistungen in der Vorrunde an, welche Abtwil-Engelburg auf Platz zwei abschloss. Zwar lassen sich der Fussball in der Halle und jener draussen kaum vergleichen. Dennoch hatte der Auftritt der Abtwiler einen hohen Wiedererkennungswert. Die Mannschaft strahlt eine enorme Spielfreude aus, wirkt gefestigt und spielt einen schnörkellosen Fussball.

Trainingseifer in der Halle

Angeführt von Goalie Jordi Forster, der als bester Torhüter der Turniers ausgezeichnet wurde, steigerte sich Abtwil-Engelburg von Spiel zu Spiel und bezwang in der K.o.-Phase der Reihe nach Wittenbach, Bazenheid und Amriswil. Bereits in der Gruppenphase hatte sich die Equipe von Trainer Blumer souverän als Erster vor Arbon, Gossau und Rheineck für die nächste Runde qualifiziert. «Eine geniale Geschichte, dass wir zum ersten Mal dieses prestigeträchtige Turnier gewannen», sagt Blumer, der vor allem die Spiellust seiner Akteure hervorhebt. In den freiwilligen Hallentrainings sei jeweils fast die komplette Mannschaft anwesend. «Sie wollen einfach Fussball spielen.» Gepaart mit der für die Halle optimalen Kontertaktik ergab dies das Erfolgsrezept. Für den Trainer stand vor allem im Vordergrund, dass sich niemand verletzt. «Sowie der Spass natürlich», sagt Blumer. Doch die Mannschaft wollte mehr: Nach dem zweiten Platz im Vorjahr steigerten sich die Abtwiler nochmals und setzten sich in der Verlängerung des Finals gegen Amriswil durch.

Vorbereitungsstart ohne Masters-Sieger

Einmal mehr standen die St.Galler hinten kompakt und nutzten durch Siegtorschütze Arianit Preniqi den entscheidenden Fehler der Thurgauer aus. «Das gibt Schwung für die Vorbereitung», sagt Blumer. Den Start muss er heute allerdings ohne die zehn erfolgreichen Regiomasters-Gewinner abhalten, hatte er doch vor dem Final als kleine Motivationsspritze einen trainingsfreien Abend in Aussicht gestellt. Trotz des Erfolgs in der Halle hält Blumer an den Zielen der Rückrunde fest. «Es bleibt dabei. Wir wollen zuerst genügend Punkte sammeln, um nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben.» Für viel Spektakel war der Halbfinalist aus Bazenheid verantwortlich. Neben dem besten Torschützen des Turniers, Darko Anic mit 14 Treffern, stellten die Toggenburger auch den wertvollsten Spieler: der 40-jährige Beat Schneider. Vorbildlich agierte das Team des Gastgebers. Der FC Fortuna verdiente sich den Fairnesspreis mit den wenigsten Fouls aller Teilnehmer.