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HERAUSFORDERUNG: Wieder hartes Brot

St. Otmar steht der Sinn nach mehr als in der vergangenen Saison. Im NLA-Handball der Männer soll es für die Finalrunde reichen. Einfach wird es nicht. Der beste Spieler ist angeschlagen.
Daniel Good
St. Otmars Kreisläufer Benjamin Geisser im Clinch mit der Konkurrenz. (Bilder: Michel Canonica)

St. Otmars Kreisläufer Benjamin Geisser im Clinch mit der Konkurrenz. (Bilder: Michel Canonica)

Daniel Good

Hans Wey versteht etwas von Bilanzen in der Geschäftswelt. Er ist diplomierter Wirtschaftsprüfer und war Verwaltungsratspräsident des renommierten Unternehmens Pricewaterhouse­Coopers. Seit Mitte 2012 ist er pensioniert. Am 1. Juli 2014 wurde der aus dem Laufental stammende Wey in den Verwaltungsrat der St. Galler Kantonalbank gewählt. Seit Sommer 2014 ist er auch Präsident von St. Otmar, einem der angesehensten und erfolgreichsten Handballclubs im Land. St. Otmar spielte 1983 im Final des Meistercups, der heutigen Champions League. Der St. Galler Verein beschäftige zwischen 2003 und 2005 den Tschechen Filip Jicha, der später Welthandballer wurde. Und St. Otmar war bis in der vergangenen Saison der erfolgreichste Club in der NLA – jene Mannschaft, die in der höchsten Schweizer Liga am meisten Punkte erobert hat.

Die vergangene Saison stand für St. Otmar aber unter einem schlechten Stern. Die Integration vieler neuer Akteure dauerte zu lange. Hinzu kamen verletzte Schlüsselspieler. Die Folge war die Verbannung in die Anonymität der Abstiegsrunde.

Im Sinn und Geist des Präsidenten

So weit soll es nicht mehr kommen in dieser NLA-Saison, die für St. Otmar mit dem heutigen Heimspiel um 19.30 Uhr gegen Titelverteidiger Kadetten Schaffhausen beginnt. «Das Ziel ist die Qualifikation für die Finalrunde», sagt Präsident Wey. Dafür muss die Mannschaft nach der Hauptrunde, die bis Weihnachten dauert, unter den ersten sechs der Tabelle stehen. Die vergangene Saison beendeten die Stadtsanktgaller als Gewinner der Abstiegsrunde auf dem siebten Rang.

Einfach wird es für St. Otmar nicht, in den Kreis der Schweizer Handballelite zurückzukehren. «Mindestens sieben Clubs haben den Anspruch, in die Finalrunde zu kommen», sagt Wey. «Wir werden jedes Mal hartes Brot essen.» Einen Dämpfer erlitten die Ambitionen St. Otmars schon vor dem ersten Meisterschaftsspiel. Im Cup blieben die St. Galler am Samstag gegen Bern Muri, mit dem sich die Ostschweizer auf Augenhöhe wähnten, trotz des Heimrechts chancenlos. Die Deckung, die in den Testspielen eine ordentliche Figur abgab, hielt der ersten Belastungsprobe nicht stand. In der Offensive fehlte weiterhin Ondrej Zdrahala, der stärkste Spieler St. Otmars. Dem Tschechen machte ein Muskelabriss im Ellbogen zu schaffen. Im Februar wurde operiert. Die Genesung zieht sich aber hin. In der Vorbereitung konnte Zdrahala nicht schiessen. Wann er wieder zur Topform aufläuft, ist ungewiss. So müssen weiter junge Spieler wie Dominik Jurilj, Tobias Wetzel und Thierry Gasser viel Verantwortung übernehmen. Das ist eigentlich ganz im Sinn und Geist des Präsidenten. Denn Wey will mehr Ostschweizer in der ersten Mannschaft sehen. Das schafft Identifikation mit der Region, bringt Zuschauer und Sponsoren. Zudem kann Wey auf diese Weise die Kosten für auswärtige Spieler eindämmen.

Die neue Herausforderung für die Jungen

Jung und einheimisch bedeutet aber nicht unbedingt erfolgreich. In der Abstiegsrunde hielten sich die St. Galler Nachwuchsspieler achtbar, nun folgt aber eine neue Herausforderung. Denn die Konkurrenten St. Otmars im Kampf um den sechsten Platz sind nicht schwächer geworden.

Neu im Kader der St. Galler stehen der Deutsche Max Höning und der Schwede Amadeus Hedin. Der 24-jährige Linkshänder Höning ersetzt den Kroaten Vedran Banic, der die Karriere als Profi aus gesundheitlichen Gründen beenden musste. Höning kommt vom Bundesligaclub Lemgo in die Ostschweiz. Der zweite neue Spieler aus dem Ausland ist der 22-jährige Amadeus Hedin. Er spielte bis anhin für Bregenz, wo sein Vater Robert Trainer ist. Der frühere Weltklasseakteur Robert Hedin führte St. Otmar als Spielertrainer 2001 zum Schweizer-Meister-Titel.

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