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Helikopterabsturz: Trauer um den Besitzer des Fussballklubs Leicester City

Der Helikopter von «Leicester»-Eigentümer Vichai Srivaddhanaprabha ging am Samstagabend nach dem Fussballmatch neben dem Stadion von Leicester City nieder und brannte. Der Milliardär war an Bord.
Jochen Wittmann, London
Grosse Anteilnahme am Tag nach dem Absturz beim Stadion von Leicester City. (Bild: Stephen Pond/Getty Images (Leicester, 28. Oktober 2018))

Grosse Anteilnahme am Tag nach dem Absturz beim Stadion von Leicester City. (Bild: Stephen Pond/Getty Images (Leicester, 28. Oktober 2018))

Noch anderthalb Stunden zuvor hatte Leicester City am Samstag das Spiel herumgerissen und den Ausgleichstreffer zum Unentschieden im Heimspiel gegen den Favoriten West Ham erzielt. Dann schlug der Jubel der Fans in Entsetzen um. Der Hubschrauber, mit dem Vichai Srivaddhanaprabha, der Besitzer des Fussballclubs Leicester City, nach Hause zu fliegen pflegt, ging in Flammen auf. Nur Sekunden nach dem Start neben dem Fussballfeld schien der Helikopter Probleme mit seinem Heckrotor zu bekommen, wirbelte in der Luft herum und stürzte zu Boden. «Ich glaube nicht», sagte ein Zeuge gegenüber dem Nachrichtensender Sky News, «dass das jemand überlebt haben könnte.»

Der verunglückte Leicester-Besitzer Vichai Srivaddhanaprabha. Bild: Will Oliver/EPA)

Der verunglückte Leicester-Besitzer Vichai Srivaddhanaprabha. Bild: Will Oliver/EPA)

Bis gestern war nicht klar, ob Srivaddhanaprabha selbst an Bord war. Dann meldeten verschiedene Medien übereinstimmend, dass der thailändische Milliardär zusammen mit vier weiteren Personen zum Opfer des Unglücks geworden war. Die Absturzstelle liegt nur wenige hundert Meter vom Stadion entfernt auf einem Parkplatz, der von Vereinsmitarbeitern genutzt wird. Feuerwehr und Notfalldienste wurden um 20.38 Uhr alarmiert, konnten aber nichts ausrichten. Bei dem Unglückshelikopter handelt es sich um eine Agusta Westland AW169. Er ist ein zehnsitziger, zweimotoriger Hubschrauber, der bisher eine ausgezeichnete Sicherheitsbilanz hat und oft als Rettungshubschrauber eingesetzt wird. VIP-Gäste des Fussballvereins Leicester City werden regelmüssig ein- und ausgeflogen.

Die Aufsichtsbehörde Air Accident Investigation Branch wird den Vorfall nun untersuchen. «Betet für jeden, der in den Unfall verwickelt ist» Derweil war die Trauer um Vichai Srivaddhanaprabha und die anderen Opfer gestern nicht nur in Leicester mit Händen zu greifen. Bei Fussballbegegnungen im ganzen Land wurden vor Spielbeginn Trauerminuten begangen. Der Ex-Schalke-Spieler Mesut Özil, jetzt Arsenal, twitterte: «Betet für jeden, der in den Leicester-Unfall verwickelt ist.» Der brasilianische Mittelfeldspieler Lucas Leiva, früher Liverpool, jetzt Lazio Rom, drückte ebenfalls auf Twitter sein Beileid «mit jedermann bei Leicester City» aus.

In Leicester selbst pilgerten Hunderte von Fans zum Stadion, um dort Blumensträusse abzulegen. Viele Menschen hatten Tränen in den Augen und umarmten und trösteten sich gegenseitig. Geistliche verschiedener Konfessionen waren zur Hand, um den Trauernden vor dem King-Power-Stadion beizustehen. Augenzeuge John Butcher drückte es wohl stellvertretend für alle Leicester-City-Fans auf Sky Sports News aus: «Die Srivaddhanaprabha-Familie bedeutet für Leicester alles, sie hat uns zu Champions gemacht. Es ist eine solche Tragödie.» Leicester war 2002 in die Drittklassigkeit abgestiegen und stand kurz vor dem Konkurs.

Als Srivaddhanaprabha den Verein 2010 übernahm, ging es wieder aufwärts. 2014 schaffte Leicester den Aufstieg in die Premier League und gewann 2016 sogar völlig unerwartet die Meisterschaft. Die Chancen dafür hatten Wettbüros vor der Saison auf 5000 zu 1 beziffert. Vichai Srivaddhanaprabha hat sein Vermögen mit dem Aufbau des Unternehmens King Power gemacht, einer internationalen Kette von Duty-Free-Shops. Auf rund 5 Milliarden Dollar schätzte das Wirtschaftsmagazin «Forbes» seinen Reichtum.

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