Heimsieg in letzter Sekunde verspielt

HANDBALL. Neun Minuten vor Schluss lagen die Kreuzlinger NLB-Handballer vor über 400 Zuschauern gegen die Genfer noch deutlich mit 25:28 zurück.

Markus Rutishauser
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HANDBALL. Neun Minuten vor Schluss lagen die Kreuzlinger NLB-Handballer vor über 400 Zuschauern gegen die Genfer noch deutlich mit 25:28 zurück. Doch dann starteten die kämpferischen Gastgeber eine bemerkenswerte Schlussoffensive und gingen durch ihren schwedischen Kreisläufer Niklas Stegefelt gut drei Minuten vor Schluss mit 30:29 in Führung. Auch 60 Sekunden vor dem Abpfiff deutete noch vieles auf den vierten Saisonsieg der Kreuzlinger hin. Sie führten immer noch mit einem Tor und Genf hatte soeben seine vierte Zweiminutenstrafe kassiert. Dann unterlief ausgerechnet Routinier Oliver Schoof ein Stürmerfoul und die Gäste nützten die verbleibenden 38 Sekunden zum Ausgleich.

Der Kreuzlinger Sportchef Alex Mierzwa bemängelte bei seinem Team insbesondere die Abwehrleistung: «Da sind wir noch nicht dort, wo wir sein wollen», analysiert der ehemalige deutsche Nationalspieler. Ihm fehlt das klare taktische Konzept und die Bereitschaft, sich rasch der gegnerischen Spielweise anzupassen. Man habe sich zu oft von der schnellen Mitte (Tempoanspiele nach Gegentreffern) der Genfer überrumpeln lassen. Eine starke Leistung attestiert Mierzwa dem Routinier Gabor Fülöp, nicht nur wegen seiner sechs Treffer. Stark verbessert zeigte sich auch Linkshänder Milan Kozak bis zu seiner Disqualifikation in der 47. Minute, als er bei seinem Penalty den Genfer Keeper mitten ins Gesicht traf und dafür regelkonform ausgeschlossen wurde.

In der Tabelle liegen die Kreuzlinger nach zehn Spieltagen mit 9:11 Punkten im breiten Mittelfeld. Für den HSC Kreuzlingen geht es am Samstag zu Hause gegen den starken Aufsteiger TV Steffisburg weiter. Die Partie gegen die viertplazierten Berner wird um 18 Uhr in der Sporthalle Egelsee angepfiffen.