Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

HEIMSIEG: Den Bann doppelt gebrochen

Die Schweizer Springreiter sind im Grand Prix am CSI Basel über sich hinausgewachsen. Martin Fuchs mit Clooney und Werner Muff mit Daimler feierten in der Hauptprüfung einen frenetisch gefeierten Doppelsieg.
Peter Wyrsch (sda)
Martin Fuchs jubelt nach dem fehlerfreien Ritt über den Heimsieg. (Bild: Christian Merz/KEY)

Martin Fuchs jubelt nach dem fehlerfreien Ritt über den Heimsieg. (Bild: Christian Merz/KEY)

Peter Wyrsch (SDA)

Im neunten Anlauf hat es für die einheimischen Reiter erstmals geklappt. Nie zuvor glückte den Schweizern ein GP-Erfolg in Basel – und nun gleich ein Doppelsieg. Martin Fuchs und Werner Muff verwiesen im Stechen, das 15 Paare erreichten, mit Klasseritten den ebenfalls fehlerlosen Franzosen Simon Delestre mit Chesall Zimequest auf den dritten Platz. Der Thurgauer Fuchs strich einen Check von 100000 Franken ein und der Zürcher Muff, der schon das Championat von Basel am Freitag gewonnen hatte, durfte noch einmal 75000 Franken in Empfang nehmen. Mit dem ebenfalls makellosen Jurassier Alain Jufer auf Casall auf Platz acht, Niklaus Rutschi mit Cardano als Neunter und Pius Schwizer mit About a Dream, die den 13. Rang erreichten, ritten drei weitere Schweizer ins Preisgeld. Die Schweizer stellten in Basel die überragende Nation.

«Das beste Paar hat gewonnen»

«Ich bin sehr stolz, vor eigenem Publikum und bei einer Super-Atmosphäre den ersten GP-Sieg errungen zu haben. Es war ein perfekter Tag. Clooney ist eines der besten Pferde der Welt. Er ist konstant in seinen Leistungen und wird immer schneller», sagte Sieger Martin Fuchs. Und Werner Muff, der erfolgreichste Reiter des Turniers, ergänzte: «Das beste Paar hat gewonnen. Ich bin mit meinen Leistungen in Basel sehr zufrieden. In der GP-Entscheidungsrunde hätte ich vielleicht etwas schneller reiten können. Doch ich hatte mit Daimler einen kleinen Stolperer und wollte danach vor allem den Schweizer Sieg sicherstellen. Das ist gelungen.»

Fünf Paare beendeten die erste Runde fehlerlos, neben Fuchs und Muff auch Niklaus Rutschi mit Cardano, dem Schweizer Pferd des Jahres. Nach je einem Abwurf und in flottem Rhythmus stiessen auch Pius Schwizer und Alain Jufer in die Siegerrunde vor. Als Hauptklippen im delikaten Initialkurs über 13 Hindernisse erwiesen sich die Stationata mit einer grünen Stange, die Wellenplanke, besonders aber der CSI-Basel-Steilsprung und ein tückischer Bidet-Oxer, die beiden letzten Hindernisse im Parcours.

Nicht am Start zum Grand Prix waren die einstigen Weltranglistenersten Scott Brash und Steve Guerdat. Dies aber nicht etwa freiwillig, sondern weil sie sich nicht zu qualifizieren vermochten. Bei Olympiasieger Guerdat, dem Schweizer Leader und zweifachen Weltcupsieger, gilt es aber festzuhalten, dass er nicht mit seiner ersten Pferdegarde in Basel angetreten ist.

Beachtliche Schweizer am ganzen Wochenende

Die Schweizer Springreiter schnitten am CSI Basel weit erfolgreicher ab als Anfang Dezember am CSI Genf. Fuchs zeigte sich mit Clooney als nervenstark und äusserst fokussiert, siegte mit Dubai du Bois Pinchet im Jagdspringen und erreichte mit Cool and Easy in der Hauptprüfung am Starttag einen guten vierten Platz. Muff gewann nach seinem Kamikaze-Ritt mit Daimler als erster Einheimischer das Championat der Stadt Basel und bestätigte mit dem zweiten GP-Rang seine WM-Ambitionen. Pius Schwizer triumphierte mit Balou Rubin wie im Vorjahr im Jokerspringen und deutete Qualitäten mit der erst neunjährigen Stute About a Dream als GP-13. an, stellte mit Balou Star ein neues Pferd vor, das ebenfalls einiges verspricht. Und auch der 20-jährige Bryan Balsiger imponierte. Der Europameister der Jungen Reiter bestätigte sein Talent und sprang viermal ins Geld. Vor allem sein zweiter Rang im Hauptevent am Donnerstag mit seinem EM-Goldpferd Clouzot de Lassus überzeugte.

Im nächsten Jahr wird der CSI Basel sein 10-Jahr-Jubiläum feiern und Zürich als einzige Schweizer Weltcupstation ablösen. Dies bringt wegen des ein­geschränkten Teilnehmerfeldes und den Auflagen der FEI nicht nur Vorteile mit sich. Angesichts der tollen Stimmung und der Erfolge der einheimischen Reiter, nehmen die Organisatoren diese Mühen jedoch gerne auf sich.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.