Merolas Wechselbad der Gefühle: HC Thurgau muss sich gegen Sierre 2:3 geschlagen geben

Der HC Thurgau rettet sich gegen Sierre in die Verlängerung, verliert in dieser aber 2:3.

Roger Ackermann
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Beisst er auf die Zähne, kann er Spiele auch mal alleine entscheiden: HC Thurgau-Topscorer Melvin Merola.

Beisst er auf die Zähne, kann er Spiele auch mal alleine entscheiden: HC Thurgau-Topscorer Melvin Merola.  

Bild: Mario Gaccioli

Dem letzten Aufeinandertreffen zwischen dem HC Thurgau und dem HC Sierre hatte Melvin Merola mit seinen beiden Toren den Stempel aufgedrückt. Sein zweiter Treffer in der 58. Minute hatte am 21. Dezember dem HC Thurgau vor heimischer Kulisse gegen die Unterwalliser einen 3:2-Sieg und drei Punkte beschert.

Ausgleich in extremis mit sechs Feldspielern

Am Samstag schien für Thurgaus Topscorer gegen den gleichen Gegner erneut die grosse Bühne vorbereitet zu sein. Nachdem Eric Castonguay Sierre vier Minuten vor Spielende 2:1 zum zweiten Mal in dieser Partie in Führung gebracht hatte, standen die Gäste mit dem Rücken zur Wand. Trainier Stephan Mair hatte seinen Goalie Janick Schwendener aus dem Tor genommen, die Thurgauer suchten in extremis mit einem sechsten Feldspieler den Ausgleich. Mit Erfolg: 58:14 zeigte die Matchuhr, als Merola den Puck zum viel umjubelten Ausgleich einschoss und damit seine Mannschaft in die Overtime rettete.

An diesem Abend aber sah das Drehbuch für Merola die Rolle des tragischen Helden vor. In der Verlängerung leistete sich der Stürmer ein Foul und wurde wegen Haltens auf die Strafbank geschickt. Von dort musste er zuschauen wie Sierre bei vier gegen drei Feldspielern gerade einmal zwölf Sekunden benötigte um durch Guillaume Asselin den dritten und entscheidenden Treffer zu erzielen.

Rückstand auf Platz vier verringert

Im vierten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in dieser Saison war es der erste Sieg der Walliser. Für Thurgau war das 2:3 nach Verlängerung bereits die vierte Niederlage in Serie, nachdem man zuletzt auch gegen Langenthal, die GCK Lions und Visp als Verlierer vom Eis gegangen war.

In der Tabelle überholte Thurgau dank des gewonnen Punktes das zuvor punktgleiche Langenthal (4:7 gegen Ajoie). Und weil auch das viertplatzierte Visp verlor (1:4 gegen Olten), konnte Thurgau als neuer Tabellenfünfter den Rückstand auf die Walliser trotz der Niederlage auf zwei Punkte verringern.

Sierre – Thurgau 3:2 n.V. (1:0, 0:1, 1:1, 1:0)                                                                                                Graben – 2165 Zuschauer – SR Erard/Gianinazzi; Kehrli/Ammann.                                            Tore: 6. Guebey (Fellay, M. Montandon) 1:0, 40. Hobi (Scheidegger, C. Jones) 1:1, 56. Castonguay (Vouardoux, Asselin) 2:1, 59. Merola 2:2, 64’ Asselin (M. Montandon, A. Montandon) 3:2. Strafen: je 3-mal 2 Minuten.                                                                                        Sierre: Giovannini; Devesvre, Montandon; Vouardoux, Guebey; Surdez, Dozin; Bernazzi; Impose, Castonguay, Heinimann; Rimann, Montandon, Asselin; Massimino, Primeau, Vouillamoz; Kyparissis, Privet, Fellay.                                                                                                Thurgau: Schwendener; Seiler, Parati; Wildhaber, Scheidegger; Collenberg, Fechtig; Engeler, Niedermaier; Hobi, C. Jones, Rehak; Spannring, Brändli, Merola; Altorfer, Rundqvist, J. Loosli; Zanzi, Hollenstein, Frei.                                                                                                                            Bemerkungen: Thurgau ohne K. Jones, Moser (beide verletzt) M. Loosli, Dufner, Schmuckli, Profico (alle SCRJ Lakers), Kellenberger, Steinauer, Schnetzer, Moosmann (alle MySports League) und Huber (HCT Young Lions).

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