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Im elften Playoff-Spiel läuft alles schief für den HC Thurgau

Verletzung, Einbruch, Goaliewechsel: Dem HC Thurgau bleibt im vierten Halbfinalspiel gegen La Chaux-de-Fonds nichts erspart. Am Ende resultiert vor der Rekordkulisse von 2738 Zuschauern in Weinfelden ein 1:5. In der Best-of-7-Serie liegt der HCT nun 1:3 in Rückstand. Damit droht am Mittwoch im Neuenburger Jura das Saisonende.
Matthias Hafen
Thurgaus Goalie Janick Schwendener wurde soeben zum 0:4 bezwungen. Schwendener wurde noch im ersten Drittel, nach dem 0:3-Rückstand des HCT, für Nicola Aeberhard eingewechselt. (Bild: Mario Gaccioli)

Thurgaus Goalie Janick Schwendener wurde soeben zum 0:4 bezwungen. Schwendener wurde noch im ersten Drittel, nach dem 0:3-Rückstand des HCT, für Nicola Aeberhard eingewechselt. (Bild: Mario Gaccioli)

Im elften Playoff-Spiel kam der Einbruch des HC Thurgau. Einen Einbruch, den man von dieser jungen Mannschaft schon viel früher erwartet hatte. Das vierte Halbfinalspiel gegen La Chaux-de-Fonds lief für einmal so gar nicht für die Ostschweizer. Und weil sie im Startdrittel auch mehr falsch als richtig machten, war das Verdikt nach 60 Minuten ebenso klar wie gerecht: 1:5.

Gerade einmal 46 Sekunden dauerte es, bis HCT-Goalie Nicola Aeberhard ein erstes Mal bezwungen war. Chaux-de-Fonds-Verteidiger Philip Ahlström hatte millimetergenau und unter gütiger Mithilfe des Pfostens getroffen. Die Thurgauer fanden nicht ins Spiel, liessen ihr beeindruckendes Defensivverhalten für einmal schmerzlich vermissen.

Nur noch vier routinierte Verteidiger

In der Verteidigung machte sich der verletzungsbedingte Ausfall von Leader Franco Collenberg bemerkbar. Ohne ihn hatte Trainer Stephan Mair nur noch vier routinierte Verteidiger zur Verfügung. So fielen bis zur ersten Pause weitere Gegentreffer zum 0:2 (5./Adam Hasani), 0:3 (13./Alain Miéville) und 0:4 (19./Daniel Carbis). Nach dem 0:3 wechselte Mair den Torhüter, brachte Janick Schwendener für Aeberhard.

2738 Zuschauer unterstützten den HC Thurgau im zweiten Halbfinal-Heimspiel gegen den HC La Chaux de Fonds lautstark. (Bild: Mario Gaccioli)

2738 Zuschauer unterstützten den HC Thurgau im zweiten Halbfinal-Heimspiel gegen den HC La Chaux de Fonds lautstark. (Bild: Mario Gaccioli)

Doch die Partie war längst entschieden. Im Mitteldrittel versuchte der HC Thurgau, dem Qualifikationssieger wenigstens noch ein paar blaue Flecken mit auf den Heimweg zu geben. Die Tore erzielten weiterhin die Gäste. Dominic Hobi, der nächste Saison für den HCT stürmen wird, traf nach 30 Minuten zum 5:0. Erst im Schlussdrittel gelang dem Heimteam durch Léonardo Fuhrer der Ehrentreffer zum 1:5.

Publikum zollt der Mannschaft Respekt

Zum ersten Mal im diesjährigen Playoff kassierte der HC Thurgau eine deutliche Niederlage – und das im elften Spiel innerhalb der vergangenen 23 Tage, gegen den Tabellenzweiten Ajoie und Qualifikationssieger La Chaux-de-Fonds. Dass der Einbruch des diesjährigen Überraschungsteams ausgerechnet vor der Rekordkulisse von 2738 Zuschauern in einer fast ausverkauften Güttingersreuti passierte, ist bedauerlich. Dennoch gebührt der Mannschaft weiterhin grosser Respekt. Das wusste auch das Weinfelder Publikum, das die Mannschaft trotz des 1:5 mit grossem Applaus und stehenden Ovationen in die Kabine verabschiedete. Das war einerseits der Lohn für das bereits Vollbrachte, andererseits aber auch der Ansporn, noch nicht aufzugeben.

Diese Message ist auch Headcoach Mair wichtig. In der Best-of-7-Serie liegt der HCT zwar 1:3 in Rückstand. Und die nächste Niederlage bedeutet das Playoff-Aus. Dennoch reist der HCT am Mittwoch mit breiter Brust in den Neuenburger Jura. «Wir wollten ihnen mit dem gewonnenen letzten Drittel zeigen, dass immer noch mit uns zu rechnen ist», sagte Mair. Offen ist, ob Verteidiger Collenberg am Mittwoch wieder dabei sein wird oder nicht. Die Personalie wird entscheidend sein für Thurgaus Abwehrverhalten – und die Erfolgsaussichten.

Für das Playoff-Heimspiel gegen La Chaux-de-Fonds standen die Zuschauer am Sonntagabend rund um die Eishalle Güttingersreuti Schlange, um ins Stadion zu kommen. (Bild: Matthias Hafen)

Für das Playoff-Heimspiel gegen La Chaux-de-Fonds standen die Zuschauer am Sonntagabend rund um die Eishalle Güttingersreuti Schlange, um ins Stadion zu kommen. (Bild: Matthias Hafen)

Thurgau – La Chaux-de-Fonds 1:5 (0:4, 0:1, 1:0)

Güttingersreuti, Weinfelden – 2738 Zuschauer (Saisonrekord) – SR Urban (AUT)/Oggier, Wermeille/Dreyfus.
Tore: 1. (0:46) Ahlström (Kühni, Cameron) 0:1. 5. Hasani (Cameron, Tanner) 0:2. 13. Miéville (Hasani) 0:3. 19. Carbis (Zubler, Coffman) 0:4. 31. Hobi (Miéville, Bonnet) 0:5. 53. Fuhrer (Frei, Rundqvist) 1:5.
Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen Thurgau, 7-mal 2 Minuten plus 10 Minuten (Fontana) gegen La Chaux-de-Fonds.
Thurgau: Aeberhard (ab 12:08 Schwendener); Seiler, Parati; Wildhaber, El Assaoui; Bahar, Hänggi; Michael Loosli, Ryan, Wydo; Arnold, Rundqvist, Merola; Frei, Brändli, Fuhrer; Moser, Vogel, Janik Loosli; Kellenberger, Zanzi.
La Chaux-de-Fonds: Wolf; Jaquet, Zubler; Kühni, Ahlström; Fontana, Büsser; Stämpfli; Carbis, Coffman, Augsburger; Hasani, Tanner, Cameron; Weder, Wetzel, Grezet; Bonnet, Miéville, Hobi; Lüthi.
Bemerkungen: Thurgau ohne Collenberg, Steinauer, Hollenstein, Engeler (alle verletzt), Gurtner, Schweri (Rapperswil-Jona/NLA) und Rattaggi (überzählig). La Chaux-de-Fonds ohne Bays, Guebey und Wollgast (alle verletzt). – 13. Goaliewechsel Thurgau.

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