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HCT-Stürmer Merola: «Wir hätten die Partie gewinnen können»

Start verschlafen, Comeback erzwungen und Punkte verloren – Thurgau muss mit der Leistung vom Sonntagabend weder unzufrieden sein, noch dürfen sie sich darüber freuen. Immerhin: Beim 2:3 nach Verlängerung entführen die Ostschweizer einen Punkt aus Langenthal.
Leroy Ryser
Für das Schlussdrittel war der Ausgang dann plötzlich offen, die Partie spannend. (Bild: Leroy Ryser)

Für das Schlussdrittel war der Ausgang dann plötzlich offen, die Partie spannend. (Bild: Leroy Ryser)

Nach dem ersten Drittel hätten die Fans des HC Thurgau keinen Punktsieg mehr erwarten dürfen. «Wir waren zu passiv und haben den Start total verschlafen», monierte Trainer Stephan Mair und setzte noch einen drauf: «In diesem Abschnitt waren wir mehr Zuschauer als Eishockeyspieler.»

Auch Stürmer Melvin Merola stützte die Worte seines Trainers und kommentierte: «Es schien als wären wir gar nicht hier gewesen. Wir haben nichts gemacht, und sie zwei Tore.» Diese entstanden für die Berner zu einfach. Als Patrick Parati und Simon Seiler in Unterzahl von ihren Gegnern zu weit entfernt waren, schoss Vincenzo Küng nach einem Aeberhard-Abpraller (8.) das 1:0, Kelvin Walz konnte dann im Slot (10.) einen Weitschuss zum 2:0 ablenken. «Kleine Unaufmerksamkeiten sind entscheidend», meinte Verteidiger Seiler letztlich, die Thurgauer würden noch daran arbeiten, die beste Leistung während 60 Minuten zu beweisen.

Eine «gute» Pausenansprache

Wenn es auch nicht 60 Minuten lang ging, so kam die bestmögliche Leistung dann immerhin im Verlauf des zweiten Abschnitts. «Wir hatten eine gute Pausenansprache», sagte Verteidiger Joel Scheidegger mit einem Augenzwinkern. Das führte dazu, dass die HCT-Spieler vermehrt mit Härte auftraten und das Tempo des zu Beginn schnell agierenden Gegners brachen. Das führte zwar auch dazu, dass Simon Seiler wegen einem Bandencheck während 12 Minuten auf der Strafbank sass, immerhin weckte es seine Kollegen aber auf.

In der 32. Minute war es dann Kellen Jones, der mit einem Direktschuss auf 1:2 verkürzte. Und fünf Minuten später – Adam Rundqvist kassierte für seine Härte zwischenzeitlich eine kleine Bankstrafe – glich Melvin Merola aus. Der HCT-Stürmer ging dem Langenthaler Mathieu Maret über die Aussen davon, preschte vors Tor und lupfte die Scheibe über Keeper Philip Wüthrich.

Chancen auf den Sieg

Für das Schlussdrittel war der Ausgang dann plötzlich offen, die Partie spannend. Der HCT hatte in dieser Startphase dann mehr vom Spiel, auch Chancen wären vorhanden gewesen, um die Partie zu gewinnen. In der 44. Minute dribbelte sich Janik Loosli in Schussposition und scheiterte an Langenthals Wüthrich, in der 48. Minute lief Lars Frei ebenso über die Aussen davon, wie es zuvor Merola tat, nur endete dieser Vorstoss torlos. Ungenügend aus Thurgauer Sicht war indes die Chancenverwertung in Überzahl, bemängelten Seiler und Merola, immerhin agierten sie am Sonntag aber auch gegen das beste Unterzahlspiel der Liga.

«Wir hätten die Partie gewinnen können», meinte Merola letztlich auch deshalb, «aber irgendwie war die Hypothek nach dem Start dennoch zu gross.» Gut sei, dass die Thurgauer sich in die Verlängerung retten konnten, denn in den letzten Minuten war es wieder vermehrt Langenthal, das drückte. Dort war es dann Routinier Stefan Tschannen, der durch die Gegner hindurchlief und nach einem genialen Doppelpass mit Dario Kummer die Partie entschied.

Für den SCL-Captain war es der 750. Punkt in Gelb-Blau. «Es war nicht alles schlecht. Auswärts gegen ein taktisch gut eingestelltes Team wie sie zurückzukehren ist sicherlich gut», hob Simon Seiler das Positive hervor. Für die Thurgauer ist nach der Partie in Langenthal klar: Komplett unzufrieden muss man mit der Leistung nicht sein, so richtig freuen, kann man sich darüber aber auch nicht.

SC Langenthal – HC Thurgau 3:2 (2:0, 0:2, 0:0, 1:0) n.V.

Schoren. – 1989 Zuschauer. – SR: Massy/Staudenmann, LN: Steenstra/Pitton. – Tore: 8. Küng (Tschannen, Müller/Ausschluss Engeler) 1:0. 10. Walz (Maret, Clark) 2:0. 32. K. Jones (C. Jones) 2:1. 37. Merola (Scheidegger) 2:2. 62. Tschannen (Kummer) 3:2. – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Langenthal. 4mal 2 Minuten plus 1mal 10 Minuten (Seiler) gegen Thurgau.

SC Langenthal: Wüthrich; Müller, Christen; Weber, Pienitz; Henauer, Maret; Wieszinski, Dähler; Tschannen, Clark, Melnalksnis; Küng, Kummer, Sterchi; Gerber, Kläy, Walz; Bärtschi, Schläpfer, Nyffeler.

HC Thurgau: Aeberhard; Parati, Seiler; Wildhaber, Scheidegger; Collenberg, Fechtig; Engeler, Kellenberger; J. Loosli, C. Jones, K. Jones; Hobi, Rundqvist, Merola; Altorfer, Brändli, Rehak; Niedermaier, Hollenstein, Frei.

Bemerkungen: SC Langenthal ohne Benik, Bircher, Gyger (alle verletzt), Seydoux (krank), Derungs (gesperrt) und Suleski (Partnerteam). HC Thurgau ohne M. Loosli und Moosmann (beide verletzt). 57. Time-out Langenthal.

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