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HC Thurgau verliert gegen La Chaux-de-Fonds 3:4 nach Verlängerung

Mit sieben Viertelfinalspielen in den Beinen und erneut nur einem Ausländer in der Aufstellung kämpft sich der HC Thurgau in La Chaux-de-Fonds in die Verlängerung. Dort aber ist das Glück den Neuenburgern hold. Das entscheidende Tor zum 4:3 gelingt dem Amerikaner Timothy Coffman in der 68. Minute. La Chaux-de-Fonds führt damit in der Best-of-7-Halbfinalserie 1:0. Das zweite Spiel findet am Mittwoch um 19.45 Uhr in Weinfelden statt.
Matthias Hafen, La Chaux-de-Fonds
Thurgaus Verteidiger David Wildhaber kämpft sich gegen La Chaux-de-Fonds’ Philip Ahlström mutig nach vorne. (Bild: Levin Steiner/Sports-Media)

Thurgaus Verteidiger David Wildhaber kämpft sich gegen La Chaux-de-Fonds’ Philip Ahlström mutig nach vorne. (Bild: Levin Steiner/Sports-Media)

Der HC Thurgau bleibt in dieser Saison der Playoff-Schreck. Im ersten Halbfinalspiel auswärts gegen La Chaux-de-Fonds verlangte die Mannschaft von Trainer Stephan Mair dem Qualifikationssieger der Swiss League alles ab und verlor nach heroischem Kampf erst in der Verlängerung 3:4. Dies nur zwei Tage nach dem Triumph im siebten Viertelfinalspiel gegen den HC Ajoie. Es ist eine Niederlage für die Moral.

Denn kaum einer hätte dem HCT am Sonntagabend einen solchen Auftritt zugetraut. Müde in den Beinen, aber hellwach im Kopf boten die Gäste ihrem treuen und zahlreich mitgereisten Publikum und allen Zuschauern vor den TV-Bildschirmen eine grandiose Show. Durch den 0:1-Rückstand in der vierten Minute liessen sich die Thurgauer ebenso wenig aus der Ruhe bringen wie vom Heimpublikum, das punkto Regelkunde und Anstand einfach alles vermissen liess.

Dieses La Chaux-de-Fonds liegt in Reichweite

Von allen Seiten angepöbelt verfolgten die Thurgauer mit eiserner Disziplin ihren Spielplan. Und dieser hält auch gegen Qualifikationssieger La Chaux-de-Fonds stand. Das ist die eine wichtige Erkenntnis aus dem ersten Halbfinalspiel. Zudem war offensichtlich, dass die Neuenburger, die im Viertelfinal den Tabellenachten EVZ Academy mit 4:0 Siegen aus dem Playoff warfen, weitaus fehleranfälliger sind als der Viertelfinalgegner Ajoie.

Gegen dieses La Chaux-de-Fonds sind für den HC Thurgau definitiv weitere Erfolge möglich. Das bewiesen in der Patinoire des Mélèzes etwa die erneut unwiderstehlichen Nicola Aeberhard im Tor und Michael Loosli, dem im Mitteldrittel im Powerplay der 1:1-Ausgleich gelang und den Aussenseiter in der 51. Minute 3:2 in Führung brachte. Dazwischen hatten Lars Frei den HCT mit einem herrlichen Schuss ins hohe Eck schon 2:1 in Front geschossen (35.) und Timothy Coffman La Chaux-de-Fonds 40 Sekunden vor der zweiten Sirene in Überzahl das 2:2 beschert.

Dass Thurgau seinen 3:2-Vorsprung nicht über die Zeit brachte, war der Müdigkeit und einem Konzentrationsfehler in der Abwehr geschuldet. Samuel Grezet gelang für das Heimteam in der 56. Minute der 3:3-Ausgleich. In den Schlussminuten der regulären Spielzeit verhinderte zudem der Pfosten die Entscheidung zu Gunsten der Chaux-de-Fonniers. Und nachdem in der Verlängerung HCT-Goalie Aeber­hard den Sololauf von Ramon Tanner noch magistral gestoppt hatte, verwandelte der Amerikaner Coffman ein «Buebetrickli» in der 68. Minute zum entscheidenden 4:3.

Kein Rekurs im «Fall Kenny Ryan»

Bis zum Heimspiel am kommenden Mittwoch um 19.45 Uhr bleiben dem HC Thurgau zwei Tage Zeit, um die Batterien aufzuladen. Zudem wird dem HCT dann auch wieder der zweite Amerikaner, Kenny Ryan, zur Verfügung stehen. Ryan hatte am Samstag mit dem definitiven Urteil des Einzelrichters noch eine zweite Spielsperre erhalten für seinen Check im sechsten Viertelfinalspiel gegen Ajoies Julien Privet. Der HC Thurgau, der den Fall ans Verbandssportgericht hätte weiterziehen können, verzichtete auf einen Rekurs.

«Die Begründung der Strafe war so allgemein gehalten, dass die Aussichten auf einen Erfolg schlecht standen», sagte HCT-Geschäftsführer Patrick Bloch. Deshalb entschied der Club zähneknirschend, Ryan im ersten Playoff-Halbfinalspiel die Sperre absitzen zu lassen, damit er für den Rest der Best-of-7-Serie wieder mit dabei ist. «Ansonsten hätte er am Sonntag vielleicht spielen können, dafür dann am Mittwoch zu Hause nicht», sagte Bloch.

Es wird jedenfalls spannend zu sehen sein, was der HC Thurgau mit dem Heimpublikum im Rücken, gestärkten Beinen und dem zweiten Ausländer zurück in der Aufstellung gegen La Chaux-de-Fonds zu leisten vermag.

La Chaux-de-Fonds – Thurgau 4:3 n. V. (1:0, 1:2, 1:1)

Les Mélèzes – 3574 Zuschauer – SR Urban (AUT)/Borga, Wermeille/Dreyfus.
Tore: 4. Augsburger (Cameron) 1:0. 32. Michael Loosli (Arnold, El Assaoui/Ausschluss Hobi) 1:1. 35. Frei 1:2. 40. (39:20) Coffman (Hasani/Ausschluss Arnold) 2:2. 51. Michael Loosli (Collenberg) 2:3. 56. Grezet (Bonnet, Lüthi) 3:3. 68. Coffman 4:3.
Strafen: 7-mal 2 Minuten plus 10 Minuten (Miéville) gegen La Chaux-de-Fonds, 6-mal 2 Minuten gegen Thurgau.
La Chaux-de-Fonds: Wolf; Jaquet, Zubler; Kühni, Ahlström; Stämpfli, Lüthi; Fontana, Büsser; Carbis, Coffman, Augsburger; Bonnet, Tanner, Hobi; Weder, Wetzel, Grezet; Hasani, Miéville, Cameron.
Thurgau: Aeberhard; Seiler, Parati; Wildhaber, El Assaoui; Collenberg, Bahar; Hänggi; Arnold, Rundqvist, Merola; Michael Loosli, Brändli, Wydo; Janik Loosli, Fuhrer, Frei; Moser, Vogel, Zanzi; Kellenberger.
Bemerkungen: La Chaux-de-Fonds ohne Bays, Wollgast, Guebey (alle verletzt), Hoffman, Kiss, Dubois und Staiger (alle überzählig). Thurgau ohne Ryan (gesperrt), Steinauer, Hollenstein, Engeler (alle verletzt), Gurtner, Schweri (beide Rapperswil-Jona/NLA) und Rattaggi (überzählig). – 58. Pfostentreffer La Chaux-de-Fonds. – 57:17 Time-out La Chaux-de-Fonds.

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