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Der HC Thurgau zelebriert den offensiven Wahnsinn - und unterliegt erneut in der Overtime

Wie schon im ersten Playoff-Halbfinalspiel verliert der HC Thurgau auswärts gegen La Chaux-de-Fonds in der Verlängerung. Beim 4:5 kommt die Thurgauer eine Strafe gegen David Wildhaber teuer zu stehen. In der Best-of-7-Serie gehen die Neuenburger 2:1 in Führung. Doch Kampfgeist ist beim HCT auf für die vierte Begegnung am Sonntag um 17.30 Uhr in Weinfelden genügend vorhanden.
Matthias Hafen, La Chaux-de-Fonds
Zwischen den Thurgauern (gelb) und den Chaux-de-Fonniers ging es auch im dritten Halbfinalspiel zur Sache. (Bild: Levin Steiner/Sports-Media)

Zwischen den Thurgauern (gelb) und den Chaux-de-Fonniers ging es auch im dritten Halbfinalspiel zur Sache. (Bild: Levin Steiner/Sports-Media)

Als David Wildhaber nach 61 Minuten und sieben Sekunden zur Strafbank schritt, musste man für den HC Thurgau das Schlimmste befürchten. Wieder hatte sich das Überraschungsteam des diesjährigen Swiss-League-Playoffs in die Verlängerung gekämpft und den Qualifikationssieger La Chaux-de-Fonds in dessen Stadion an den Rand einer Niederlage gedrängt. Doch wie schon bei der 3:4-Auftaktniederlage am vergangenen Sonntag schien ihnen das Glück nicht hold genug zu sein, um in dieser Best-of-7-Serie das Break zu erzwingen.

Mit Wildhaber auf der Strafbank sanken Thurgaus Aussichten auf einen Erfolg markant. Schon gegen Ende des dritten Drittels mussten sich die Gäste mit Händen und Füssen gegen die frischeren Chaux-de-Fonniers wehren, um sich in die Overtime zu retten. Und mit einem Mann weniger kassierte der HCT in der 63. Minute durch Adam Hasani das 4:5. Dabei war Wildhaber zuvor in einer Abwehraktion am Boden liegend unglücklich in die Beine von Gegenspieler Ramon Tanner gerutscht. Das hatte gereicht, um den Thurgauer in die Kühlbox zu schicken und das Spiel in die entscheidenden Bahnen zu lenken.

Nach zehn Minuten stand es bereits 2:2

Es war wie schon oft im diesjährigen Playoff eine bittere Niederlage für den HC Thurgau, der an diesem Abend dreimal in Führung gegangen war und – durch einen Weitschuss Wildhabers – in der 53. Minute zum 4:4 ausgeglichen hatte. Im Vergleich zum 1:0 am vergangenen Mittwoch zelebrierten der HC Thurgau und der HC La Chaux-de-Fonds dieses Mal den offensiven Wahnsinn. Nach gut zehn Minuten hatte es 2:2 gestanden. Die Führungstreffer von Adam Rundqvist (1:0/3.) und Cody Wydo (2:1/8.) wussten die Neuenburger jedoch postwendend mit eigenen Toren zu beantworten. Das war auch nicht anders, als Léonardo Fuhrers Schuss kurz vor Spielmitte über die Schulter von Chaux-de-Fonds-Goalie Tim Wolf zum 3:2 ins Tor kullerte. Kurz nach Spielmitte stand es bereits 3:3. Kaum hatte der HCT ein Tor erzielt, schaltete das favorisierte Heimteam zwei Gänge rauf. Und man fragte sich, wieso die Romands ihren zusätzlichen Schnauf nicht einmal zur Führung nutzten.

Im Powerplay in der 46. Minute wurde sie dann Tatsache. Philip Ahlström traf mittels Weitschuss zum 4:3. Doch die Thurgauer konnten reagieren und hielten das Spiel bis in die Verlängerung ausgeglichen. Diesen enormen Kampfgeist lässt auf den neuerlichen Ausgleich in der Halbfinalserie hoffen, wenn die beiden Teams am Sonntag um 17.30 Uhr in Weinfelden zum vierten Mal aufeinandertreffen.

Noch ein Sieg fehlt dem HC Thurgau zum grössten Erfolg der Clubgeschichte

In den 90er-Jahren erreichte der HC Thurgau mehrmals die Playoff-Halbfinals. Jedoch war dort immer Endstation. 1998 resultierte gegen den EHC Biel ein 0:3 nach Siegen, im Jahr zuvor war gegen Herisau ebenfalls mit 0:3 Schluss. 1996 gelang dem HCT gegen den HC La Chaux-de-Fonds immerhin ein Sieg (4:1 im ersten Heimspiel), schied gegen die besser klassierten Neuenburger jedoch mit 1:3 aus. 1995 war im Playoff-Halbfinal gegen die GCK Lions mit 0:3 Siegen ebenfalls nichts zu holen. Und 1994 war bereits in den Viertelfinals gegen den EHC Chur Endstation (1:3). Zuvor hatte der 1989 gegründete Club primär gegen die Relegation in die 1. Liga gekämpft. Dem HC Thurgau fehlt heuer also noch ein Sieg zum grössten Erfolg der Clubgeschichte. (mat)

La Chaux-de-Fonds – Thurgau 5:4 n. V. (2:2, 1:1, 1:1)

Les Mélèzes – 3449 Zuschauer – SR Borga/Urban (AUT), Wermeille/Huguet.
Tore: 3. Rundqvist (Merola, Wildhaber/Teamstrafe Chaux-de-Fonds) 0:1. 7. (6:54) Bonnet (Hobi) 1:1. 8. (7:13) Wydo (Ryan, Michael Loosli) 1:2. 11. Grezet (Jaquet) 2:2. 30. (29:29) Fuhrer (Brändli, Michael Loosli) 2:3. 32. (31:06) Zubler (Tanner, Cameron) 3:3. 46. Ahlström (Hasani, Coffman/Ausschluss El Assaoui) 4:3. 53. Wildhaber (Wydo, Michael Loosli) 4:4. 63. Hasani (Ausschluss Wildhaber) 5:4.
Strafen: je 4-mal 2 Minuten.
La Chaux-de-Fonds: Wolf; Jaquet, Zubler; Kühni, Ahlström; Fontana, Xeno Büsser; Carbis, Coffman, Augsburger; Hasani, Tanner, Cameron; Weder, Wetzel, Grezet; Bonnet, Miéville, Hobi; Stämpfli, Staiger.
Thurgau: Aeberhard; Seiler, Parati; Collenberg, El Assaoui; Wildhaber, Hänggi; Bahar; Michael Loosli, Ryan, Wydo; Merola, Rundqvist, Arnold; Frei, Brändli, Fuhrer; Moser, Vogel, Janik Loosli; Zanzi.
Bemerkungen: La Chaux-de-Fonds ohne Bays, Guebey, Wollgast (alle verletzt), Dubois, Prysi, Kiss und Lüthi (alle überzählig). Thurgau ohne Steinauer, Hollenstein, Engeler (alle verletzt) und Rattaggi (überzählig). – 35. Pfostentreffer Chaux-de-Fonds.

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