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HC Thurgau nach 21 Jahren wieder im Playoff-Halbfinal

Der HC Thurgau gewinnt das siebte und entscheidende Playoff-Spiel gegen den HC Ajoie mit 2:1 und beschert dem Thurgau damit einen der grössten sportlichen Erfolge in den vergangenen 20 Jahren.
Matthias Hafen, Pruntrut
Die Entscheidung in der 58. Minute: Patrick Brändli (hinten Mitte) hat nach Vorarbeit von Topskorer Cody Wydo und Michael Loosli soeben zum 2:1 getroffen. (Bild: Guillaume Hentzi/Photo Bist)

Die Entscheidung in der 58. Minute: Patrick Brändli (hinten Mitte) hat nach Vorarbeit von Topskorer Cody Wydo und Michael Loosli soeben zum 2:1 getroffen. (Bild: Guillaume Hentzi/Photo Bist)

Der HC Thurgau steht zum ersten Mal nach 21 Jahren wieder im Playoff-Halbfinal. In der hierzulande zweitwichtigsten Sportart ist dieser Erfolg für den Club und den ganzen Kanton nicht hoch genug einzuschätzen. Zumal die Thurgauer die Playoff-Viertelfinals vom Tabellenplatz sieben aus gegen den Qualifikationszweiten Ajoie in Angriff genommen hatten. Die Mannschaft von Trainer Stephan Mair verdiente sich den grössten Erfolg der jüngeren Clubgeschichte mit einem hart umkämpften 2:1-Auswärtssieg gegen den HC Ajoie.

Das siebte und entscheidende Viertelfinalspiel in der Patinoire de Voyeboeuf hatte nach einem ausgeglichenen Verlauf ein Herzschlagfinale parat. 147 Sekunden vor Schluss gelang Patrick Brändli der entscheidende Treffer, indem er Ajoie-Goalie Dominic Nyffeler aus spitzem Winkel bezwang.

Am Morgen erfahren, dass Ryan gesperrt ist

Dabei hatte den HC Thurgau am Morgen des Spiels noch eine Hiobsbotschaft erreicht. Der amerikanische Stürmer Kenny Ryan wurde zwei Tage nach seinem Check gegen Ajoies Julien Privet superprovisorisch gesperrt. Der HCT hatte keine Möglichkeit, gegen diesen Entscheid, der auf allen Kanälen kontrovers diskutiert wurde, vorzugehen.

Ganz nach dem Motto «Jetzt erst recht» kämpften die im Kader verbliebenen Thurgauer wie die Löwen. An diesem Abend waren alle ein bisschen Kenny, der das Spiel geknickt auf der Medientribüne mitverfolgte. An seiner Stelle rissen andere das Spiel. Kenny Aeberhard hielt im Tor wieder so bestechend wie in den vorangegangenen Partien. Und in der Verteidigung räumten Kenny Collenberg, Kenny Parati und Kenny Seiler mit vereinten Kräften auf. Gegen vorne ging, wie zuletzt häufig gesehen, nicht allzu viel, weil der HCT den Erfolg geschickterweise mit einer sicheren Defensive suchte. Doch wenn Kenny Loosli, Kenny Fuhrer oder Kenny Moser nach vorne stiessen, dann wurde es gefährlich für die Ajoulots.

Michael Loosli erfüllt sich seinen Herzenswunsch

Loosli brachte Thurgau in der 17. Minute 1:0 in Führung und ebnete damit den Weg zu seinem Herzenswunsch, den HC Thurgau vor seinem Abschied zu Rapperswil-Jona noch in den Playoff-Halbfinal zu führen. Dies, nachdem die Gäste das Startfurioso der Jurassier unbeschadet überstanden hatten. Loosli tankte sich im gegnerischen Drittel quer vor dem Tor durch und schoss den Puck aus spitzestem Winkel in die hohe Ecke.

Eine Strafe gegen Fuhrer kurz vor der ersten Drittelpause verkomplizierte die Aufgabe für den HCT. Und prompt glich Ajoie mit einem Mann mehr 24 Sekunden nach Wiederbeginn aus. Mathias Joggi lenkte einen Schuss von ­Jonathan Hazen unhaltbar ab. Doch die Thurgauer liessen sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen. Sie hielten am von Trainer Stephan Mair geschickt ausgetüftelten Spielsystem fest und neutralisierten Ajoies stärkste Kräfte bis zum Schluss.

Am Sonntag schon wieder in den Jura

Viel Zeit zum Feiern bleibt dem HCT nicht. Die Halbfinalserie gegen den Qualifikationssieger La Chaux-de-Fonds beginnt bereits am Sonntag um 17.30 Uhr auswärts im Neuenburger Jura.

Ajoie – Thurgau 1:2 (0:1, 1:0, 0:1)

Voyeboeuf, Pruntrut – 2467 Zuschauer – SR Müller/Borga, Huguet/Wermeille.
Tore: 17. Michael Loosli (Brändli) 0:1 (Strafe gegen Ajoie angezeigt). 21. (20:24) Joggi (Hazen, Ryser/Ausschluss Fuhrer) 1:1. 58. Brändli (Wydo, Michael Loosli) 1:2.
Strafen: je 2-mal 2 Minuten.
Ajoie: Nyffeler; Hauert, Pouilly; Birbaum, Ryser; Dotti, Casserini; Suleski; Wüst, Devos, Hazen; Joggi, Montandon, Forrer; Schmutz, Frossard, Kohler; Schmidt, Macquat, Puide; Thibaudeau.
Thurgau: Aeberhard; Seiler, Parati; Collenberg, Bahar; Wildhaber, El Assaoui; Hänggi; Janik Loosli, Rundqvist, Merola; Michael Loosli, Brändli, Wydo; Eric Arnold, Fuhrer, Frei; Moser, Vogel, Zanzi; Kellenberger.
Bemerkungen: Ajoie ohne Weisskopf (Fribourg-Gottéron/NLA), Privet (verletzt), Fabian Arnold, Blaser (beide überzählig) und Petrig (Universiade). Thurgau ohne Gurtner, Schweri (beide Rapperswil-Jona/NLA), Steinauer, Engeler, Hollenstein (alle verletzt) und Rattaggi (überzählig). – 58:28 Time-out Ajoie, danach mit einem sechsten Feldspieler anstelle des Goalies.

Playoff. Halbfinals. 1. Runde:
So 17.30 La Chaux-de-Fonds –Thurgau
So 17.30 Olten – Langenthal

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