HCT verliert daheim deutlich

EISHOCKEY. Der HC Thurgau zeigte in der Doppelrunde eine durchzogene Leistung. Die Leuen unterlagen in Basel mit 5:4 n. V., und zu Hause gegen Visp kassierten sie eine 3:9-Niederlage.

Annalena Aerni
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Die Mission des HC Thurgau und damit auch von Coach Marbach ist klar: Punkte müssen her. Man muss sich in der Tabelle unbedingt verbessern können, um einen der begehrten Playoff-Plätze noch irgendwie erreichen zu können. In diesem Sinne hat der HC Thurgau ein halbwegs erfolgreiches Wochenende hinter sich. Viele Punkte konnten zwar nicht gewonnen werden, aber der eine in Basel reichte, um Sierre vom 10. Tabellenplatz verdrängen zu können. Das ist aber den beiden Niederlagen von Sierre und dem besseren Torverhältnis des HCT zu verdanken, denn alles in allem war die Leistung der Leuen mehr als ungenügend. Das sieht auch Trainer Marbach. «Ich schäme mich für das, was die Mannschaft heute gezeigt hat, und ich hoffe, dass es jedem Spieler gleich geht. Nach so einer Leistung verstehe ich jeden Fan, der uns auspfeift», verkündete der Coach nach der Niederlage gestern Sonntag.

Immerhin ein Punktegewinn

Im Spiel gegen die Basel Sharks verpassten die Leuen den Start vollständig. Nach dem ersten Drittel stand es 3:1 für die Gastgeber. Das Tor von Dietrich kurz vor Drittelsende war in dem Moment mehr ein Tropfen auf den heissen Stein, als etwas anderes.

Das Zwischenzeitliche 4:1 für Basel begrub alle Hoffnungen der mitgereisten Fans. Tatsächlich gelang es der Truppe von Marbach, wieder in das Spiel zurückzufinden. «Wir haben nach dem katastrophalen Start Charakter gezeigt und uns wieder zurückgekämpft», gab sich der Coach halbwegs zufrieden. Roos Tor Sekunden vor Schluss sicherte seinem Team immerhin einen Punkt. Den zweiten verloren die Löwen in der Verlängerung an Basel. Den Spielern blieb kaum Zeit, sich zu erholen, denn 24 Stunden später ging es weiter mit dem Spiel gegen Visp.

Ardizzone im Tor

«Wir haben in den letzten Spielen jeweils den Start verschlafen. Ich möchte mit Ardizzone ein Zeichen setzen», begründete Marbach seinen Entscheid, gegen Visp mit Ardizzone im Tor zu starten. Dieser Entscheid sollte sich bewähren. Die Leuen dominierten das erste Drittel. 2:1 zur Drittelpause, der Start war gelungen.

Doch was dann kam, hätte niemand erwartet. Die Löwen schienen jegliche hockeytechnischen Fähigkeiten in der Pause gelassen zu haben. Es funktionierte gar nichts mehr. Davon profitierten die Gäste. Die Scheibe purzelte nur so in das HCT-Tor. Marbach versuchte in der 31. Minute zu reagieren und wechselte seinen Torhüter aus, doch an dem schien es nicht zu liegen. 2:7 stand es zur zweiten Pause und 3:9 schliesslich am Ende des Spiels – für alle unfassbar. «Wir waren im Slot zu wenig konsequent», versuchte Ardizzone nach dem Spiel eine Erklärung für das HCT-Desaster zu finden. «Ich verstehe nicht, wie man so auseinanderfallen kann. Wir haben nur dank der Super- leistung unserer Goalies nicht noch höher verloren», schliesst Marbach ab.

Am kommenden Freitag treffen die Leuen zu Hause auf die GCK Lions (9.). Die Equipe hat am Wochenende gegen Martigny gewonnen (2:4), jedoch gegen La Chaux-de-Fonds eine 3:4-Niederlage nach Verlängerung kassiert.

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