HCT vergibt 4:2-Führung

Einmal mehr musste der HC Thurgau in der NLB eine unnötige Niederlage einstecken. Die Thurgauer führten gegen die GCK Lions 4:2, unterlagen jedoch noch mit 4:6.

Ruedi Stettler
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eishockey. Nach der schwachen Darbietung vor einer Woche gegen Sierre waren die Spieler des HC Thurgau sichtlich bemüht, den wieder nur 688 Zuschauern (beim 2:3 gegen die Walliser war es noch einer weniger, was Minusrekord bedeutete) in der Güttingersreuti eine Art Wiedergutmachung zu bieten. Der mittlerweile zu den sichersten Werten im Abschluss gehörende Dommen sorgte in der 7. Minute in Überzahl für die frühe Führung, als er in Überzahl Goalie-Routinier Sulander überlistete. Aber lediglich 17 Sekunden später hatte Tiegermann schon wieder ausgeglichen.

Der Elan der Einheimischen war jedoch ungebrochen und es war gleich zweimal Trachsler (12./18.), der für den HCT traf. Ausgerechnet ein Thurgauer bei den Zürchern, Schmutz, brachte nach 19 Minuten den GCK Lions den Kampfgeist zurück. Ein ereignisreiches erstes Drittel ging mit einem verdienten 3:2 für den HCT zu Ende.

Spannung im Schlussdrittel

Und es kam für die «Leuen» noch besser.

Der junge Ausländer Burki erhöhte – sogar mit einem Akteur weniger auf dem Eis – in der 25. Minute auf 4:2. Das war es dann aber und Baltisberger verkürzte auf 4:3 (30.).

Für den letzten Abschnitt war nochmals Hochspannung angesagt. Sollte sich etwa gar die Geschichte wiederholen, die am 26. Dezember dem HC Thurgau gegen GC nach dreimaliger Führung noch eine 3:4-Niederlage nach Verlängerung einbrachte? Tatsächlich gelang El Assaoui in der 44. Minute das 4:4.

Alles konnte also von vorne beginnen. Und es ging gar nicht nach den Vorstellungen des HCT weiter, denn Hächler schoss in der 51. Minute die Zürcher erstmals in diesem unterhaltsamen Match mit 5:4 in Führung. 63 Sekunden vor Schluss war das Debakel perfekt, als Wichser in Überzahl das 6:4 und damit die Entscheidung herbeiführte.

Playoffs abgeschrieben?

Einmal mehr hat der HCT eine sichere Führung wieder aus der Hand gegeben. Vor allem das 0:3 im letzten Abschnitt deutet darauf hin, dass die zahmer gewordenen «Leuen» ihre minimsten Playoff-Hoffnungen endgültig abgeschrieben haben. Thomas Dommen war nach dem Spiel enttäuscht: «Wie schon so oft haben wir im letzten Drittel unnötige Tore kassiert. Das ist sehr ernüchternd und ich kann nicht sagen, woran es liegt.

» Irgendwie fehle es seinem Team an der letzten Konsequenz. «Angst vor Sulander im GCK-Goal hatten wir keine. Er erwischte nicht gerade seinen besten Tag.» Die Playoffs schreibe man sicherlich noch nicht ab. «Wir kämpfen bis zum Schluss», betont Dommen.