HCT mit Penalty-Spektakel

EISHOCKEY. Vor erfreulichen und bestgelaunten 1012 Zuschauern kam Schlusslicht HC Thurgau gestern abend gegen das deutlich favorisierte Langenthal zu einem 4:3-Sieg nach Penaltyschiessen.

Annalena Aerni
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Mit viel Leidenschaft kam der HC Thurgau (grün) gestern gegen Langenthal (2.) zu einem 4:3-Erfolg nach Penaltyschiessen. (Bild: Mario Gaccioli)

Mit viel Leidenschaft kam der HC Thurgau (grün) gestern gegen Langenthal (2.) zu einem 4:3-Erfolg nach Penaltyschiessen. (Bild: Mario Gaccioli)

EISHOCKEY. Das Spiel gegen Langenthal startete ganz im Sinne des HC Thurgau. Leihgabe Rossi lenkt bereits in der zweiten Minute einen Schuss von Captain Keller zur 1:0-Führung ins gegnerische Tor. Thurgaus Stärken liegen offensichtlich darin, Spitzenteams unter Druck zu setzten. Der Zweite Langenthal überzeugte in den ersten zehn Minuten kaum. Dem HCT gelang es immer wieder, sich ins gegnerische Drittel zu spielen und Chancen zu erarbeiten. Das nötige Abschlussglück war das einzige, was fehlte. Langenthals Ausgleich zum 1:1 entsprach keineswegs dem Geschehen. Trotzdem gelang es Carbis, den Puck zwischen die Schonern von HCT-Keeper Zurkirchen zu heben.

Die Thurgauer liessen sich auch im Boxplay nicht beeindrucken. Stattdessen gelang es Arnold alleine auf SCL-Torwart Eichmann zu ziehen, das 2:1 blieb ihm verwehrt. Das Team von Trainer Schrepfer brach gegen Schluss des ersten Drittels ein wenig ein, musste aber trotz einiger Strafen kein Gegentor hinnehmen.

Dies sah im Mitteldrittel anders aus. Holenstein stand frei zwischen zwei Thurgauer Verteidigern. Cadonaus Pass verwandelte er ohne weiteres zum 1:2. Der HCT hätte klar mehr Potenzial gehabt. In der 28. Minute stand Lemm zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Der HCT-Stürmer fand eine Lücke in Eichmanns Verteidigung und glich mit seinem zweiten Saisontor zum 2:2 aus. Drei Minuten später gingen die Gäste während einer Unterzahlsituation von Thurgau erneut in Führung. Der ehemalige HCT-Akteur Cadonau verzeichnete beim 2:3 bereits seinen zweiten Assist.

Arnold hatte sich offenbar in der Pause einige Gedanken zu seinem Spiel gemacht. Nicht nur er, auch der Rest der HCT-Mannschaft konnte im letzten Drittel wieder die volle Leistung zeigen. Der junge Thurgauer Stürmer profitierte von einem Gerangel vor dem Langenthaler Tor. Der Ausgleich zum 3:3 verschaffte dem Schlusslicht ein wenig Luft. Es vermochte den Spielstand bis in die Verlängerung und schliesslich sogar bis ins Penaltyschiessen zu retten. Gegen Langenthals Torwart überzeugten Bishai, Küng und zu guter Letzt auch Conte. Das ergab zwei Punkte, mit denen wohl nur die grössten Optimisten gerechnet hatten.